- 02.08.2011, 09:51:22
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Antwort auf den offenen Brief von Filzmaier an Strache
Wien (OTS) - Sehr geehrter Herr Dr. Filzmaier,
Sie schreiben in Ihrem "Offenen Brief" an mich, dass Sie sich "um
nüchterne und sachbezogene" Wahlanalysen bemühen. Nun, das mag
vielleicht auf Ihre Wahlanalysen zutreffen, auf Ihre "Analyse" der
FPÖ in Ihrem Brief bedauerlicher Weise nicht. Vielleicht haben Sie
sich auch nur nicht genug "bemüht" beide Augen zu öffnen. Denn dann
wären Sie vielleicht zum Schluss gekommen, dass die FPÖ die einzige
Partei in Österreich ist, die auf derartige Fälle wie den des Werner
Königshofer rasch und eindeutig reagiert.
Diese rasche und klare Reaktion ist von zahlreichen Medien auch
positiv hervorgehoben worden. Klar, dass der politische Mitbewerber
das naturgemäß anders sieht. Als "nüchterner" und "sachbezogener"
Analyst, als der Sie sich sehen, hätte Ihnen auffallen können, dass
Sie hier nicht ganz objektiv sind.
So hätte Ihnen etwa auffallen können, dass die ÖVP keinerlei
Konsequenzen gezogen hat, als ihr Mandatar Wolfgang Großruck
augenzwinkernd und Reime schmiedend die "Manneskraft" des
mutmaßlichen Vergewaltigers Dominique Strauss-Kahn bewundert hat.
Oder dass die Grünen ihren Abgeordneten Harald Walser sogar
verteidigt haben, als er die Morde der Tito-Partisanen als Großtat
für Österreich gerechtfertigt hat. Und auch, dass ein verurteilter
Ex-Innenminister Karl Blecha in der SPÖ weiterhin in einer hohen
Funktion tätig ist.
Wenn es Ihnen also, wie Sie vorgeben, tatsächlich um die Auswahl der
Mandatare und den Umgang mit dem politischen Personal aller Parteien
geht und nicht nur darum, die FPÖ "objektiv" anzupatzen, dann würde
ich Ihnen empfehlen, ihren Horizont auch in diese Richtung zu
erweitern. Denn, wie Sie richtig zitieren, macht das Unrecht der
einen Seite niemals das Unrecht der anderen Seite gering.
Solange Sie nicht beide Augen öffnen und objektiv bewerten, wie die
einzelnen Parteien sich dieser Herausforderung stellen, kann und will
ich nicht auf Ihre Versuche eingehen, die FPÖ in ein Eck stellen zu
wollen, in das sie nicht gehört.
Mit freundlichen Grüßen
Heinz-Christian Strache
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