- 01.08.2011, 09:35:31
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Hundstorfer zu Juli-Daten: Österreichischer Arbeitsmarkt bleibt robust
Österreich mit niedrigster Arbeitslosigkeit in Europa
Wien (OTS/BMASK) - "Der österreichische Arbeitsmarkt bleibt trotz
internationaler Turbulenzen und nachlassender wirtschaftlicher
Dynamik robust", so Sozialminister Rudolf Hundstorfer am Montag über
die Juli-Daten. "Bereits den 17. Monat in Folge sinkt die
Arbeitslosigkeit in Österreich", unterstrich Hundstorfer. Ein
leichter Rückgang der Arbeitslosenzahl um -0,9 Prozent auf 209.743
und ein starker Rückgang der AMS-SchulungsteilnehmerInnen um -14,4
Prozent auf 53.161 führt in Summe mit -4 Prozent zu einer deutlich
sinkenden Zahl an Arbeitslosen und SchulungsteilnehmerInnen. Einmal
mehr kann Österreich mit einer Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent die
niedrigste Arbeitslosigkeit in den EU-Ländern verzeichnen, bei der
Jugendarbeitslosigkeit liegt Österreich mit einer Arbeitslosenquote
von 8,2 Prozent im EU-Vergleich auf dem guten dritten Platz.****
"Im vergangenen Jahr wurde mit der Einführung der
bedarfsorientierten Mindestsicherung eine Maßnahme gesetzt, die zu
einer verstärkten Arbeitsmarktbeteiligung geführt hat und die die
Beschäftigung angekurbelt hat", so Hundstorfer, der darauf verwies,
dass MindestsicherungsbezieherInnen vom Arbeitsmarktservice
unterstützt werden und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen müssen.
Das Beschäftigungswachstum fällt im Juli mit +77.000 kräftig aus.
Die Hälfte des Beschäftigungswachstums entfällt auf die Generation
50+. Die Generation 50+ wächst und bleibt länger am Arbeitsmarkt: die
Beschäftigung Älterer wächst dabei mit +38.000 (+5,6 Prozent) stärker
als ihre Arbeitslosigkeit (+1.298, +2,9 Prozent). Trotz steigender
Arbeitslosenzahlen in dieser Altersgruppe sinkt das individuelle
Arbeitslosigkeitsrisiko für Ältere (Arbeitslosenquote 6,1 Prozent,
-0,1Prozent).
Auch bei den Jugendlichen gibt es Erfolge zu melden: um 6,8
Prozent weniger Lehrstellensuchenden stehen um 7,3 Prozent mehr an
gemeldeten offenen Lehrstellen zur Verfügung. Die Lehrstellenlücke
sinkt um 845 auf 4.212. "Durch die Ausbildungsgarantie wird weiterhin
allen Jugendlichen, die das können und möchten, eine Lehrausbildung
ermöglicht", so Hundstorfer.
Die Jugendarbeitslosigkeit sinkt mit -3,1 Prozent
überdurchschnittlich stark. Die Männerarbeitslosigkeit (-3 Prozent,
inkl. Schulungen -5,9 Prozent) sinkt stärker als die
Frauenarbeitslosigkeit, die nur unter Einbeziehung der
SchulungsteilnehmerInnen zurückgeht (+1,4 Prozent Arbeitslose, -12,7
Prozent Schulungsteilnehmerinnen, d.h. Arbeitslose plus
Schulungsteilnehmerinnen: -1,9 Prozent).
Bei den Branchen liegt nach wie vor die Industrie mit -13,8
Prozent Arbeitslosigkeit an der Spitze. Der Rückgang bei der
Industriearbeitslosigkeit schwächt sich ab, weil im Vorjahr der
Industriemotor schon auf vollen Touren lief und damit die
Arbeitslosigkeit nicht mehr so stark sinken kann.
Erfreulich ist auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit am Bau
(-4,8 Prozent) und im Handel (-4,1 Prozent). Im Tourismus wirkt sich
der verregnete Juli mit leicht steigender Arbeitslosigkeit (+0,3
Prozent) aus und im Gesundheits- und Sozialwesen steigt wie bereits
seit einiger Zeit nicht nur die Beschäftigung, sondern auch die
Arbeitslosigkeit, wobei das Arbeitslosigkeitsrisiko nach wie vor
gering ist.
In allen Bundesländern mit Ausnahme von Kärnten und Wien sinkt
die Arbeitslosigkeit. Neuerlich liegen die Industriebundesländer
Vorarlberg (-16,3 Prozent), Oberösterreich (-8,4 Prozent) und
Steiermark (-6,9 Prozent) an der Spitze.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag.a. Elisabeth Kern, Pressesprecherin des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2247
www.bmask.gv.at
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