AK Preismonitoring: Konsumenten zahlen für Gas und Strom zu viel!
Wien (OTS) - Gas und Strom sind für Konsumenten zu teuer! Und das,
obwohl die Großhandels-preise für Strom und Gas im Laufe des Jahres
2009 bis zu 17 Prozent gesunken und seither auf einem niedrigen
Niveau prinzipiell stabil sind. Das zeigt das aktuelle AK
Preismonitoring bei elf Gas- und 14 Stromanbietern. "Die Anbieter
haben Senkungen der Großhandelspreise der letzten drei Jahre nicht
fair an die Konsumenten weitergegeben. Im Gegenteil sie erhöhten die
Preise. Die Entwicklung der Großhandelspreise in den letzten drei
Jahren zeigt, für Erhöhungen gibt es keine Gründe", sagt AK Präsident
Herbert Tumpel. "Es ist ungerecht, dass die Konsu-menten nur
draufzahlen." Die AK rät Konsumenten, die Preise mit dem
Online-Strom- und Gaspreis-Rechner zu prüfen.
Die AK beobachtet seit Juli 2008 laufend die Preisveränderungen
für die Haushalte bei Strom und Gas. Im Zeitraum Juli 2008 bis Juli
2011 ist der Großhandelspreis für Gas um 15,5 Prozent gesunken.
Demgegenüber stehen bei fast allen beobachteten Gaslieferan-ten zu
hohe Konsumentenpreise - die Anbieter erhöhten zwischen zwei und
fast 27 Pro-zent. Spitzenreiter ist die Energie Steiermark, die seit
2008 ihre Gaspreise sogar um fast ein Drittel (32,5 Prozent)
angehoben hat. Nur die Vorarlberger VEG hat die Preise ge-senkt, aber
die nächste Preiserhöhung ist hier im Anmarsch.
Bei den Strompreisen zeigt sich ein ähnliches Bild: Der
Großhandelspreis für Strom ist seit Juli 2008 um 17,5 Prozent
gesunken. Mit Ausnahme der steirischen Stromlieferanten (Stewag-Steg,
Energie Graz) haben alle Anbieter die Preise für Strom erhöht. Die
Preis-erhöhungen liegen seit 2008 zwischen sechs Prozent und knapp 22
Prozent.
Erst heuer haben viele Anbieter ihre Gaspreise nach oben
geschraubt. Nachdem die Energieallianz (Begas, EVN, Wien Energie) im
April massiv die Gaspreise erhöhte, folg-ten seither die Linz AG
(plus 15,5 Prozent), die Energie Steiermark und Energie Graz (jeweils
plus 13,1 Prozent), die Salzburg AG (plus 16,2 Prozent) sowie die
Tiroler Tigas (plus 12,7 Prozent). Die Vorarlberger VEG hat für
morgen, 1. August, eine Preiserhöhung von 14,5 Prozent angekündigt.
"Diese Preissteigerungen sind besonders ärgerlich, weil ja die
Gas-Großhandelspreise jetzt einigermaßen stabil und im
Langzeitvergleich ja sogar gesunken sind", sagt Tumpel.
Den Strompreis hat zwar seit April nur ein Lieferant (Energie
Klagenfurt um 8,7 Prozent) erhöht. "Auch hier zeigt sich, dass
Preissenkungen auf der Großhandelsebene nicht an die Haushalte
weitergegeben und längst überfällig sind", so Tumpel.
Damit die Konsumenten den günstigsten Energie-Anbieter finden, rät
die AK zu Preis-vergleichen mit dem Online-Strom- und
Gaspreis-Rechner unter www.arbeiterkammer.at.
Die AK hat im Juli die Energiepreise (ohne Netzgebühren, Steuern
und Abgaben) von elf Gas- und 14 Stromanbietern erhoben und mit den
Großhandelspreisen verglichen.
SERVICE: Der Energie-Tarifrechner und das Monitoring unter
www.arbeiterkammer.at
Doris Strecker
mobil: (+43) 664 845 41 52
doris.strecker@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at















