- 29.07.2011, 11:25:39
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Das Austrian Economics Center (AEC) warnt: "Schon wieder müssen wir drei Tage länger für den Staat arbeiten"
Tax Freedom Day heuer am 31. Juli 2011
Wien (OTS) - Der Tax Freedom Day (deutsch: Tag des Steuerzahlers)
bezeichnet den ersten Tag eines Jahres, an welchem die Steuerzahler
eines Landes durchschnittlich das von Ihnen erwirtschaftete Einkommen
nicht mehr zur Bezahlung ihrer Steuern und Abgaben an den Staat
zahlen müssen, sondern in die eigene Tasche wirtschaften können.
Letztes Jahr "feierten" die Österreicher, nach der Berechnung des
Austrian Economics Center (AEC), den Tax Freedom Day am 28. Juli.
Erst ab diesem Tag konnte der österreichische Steuerzahler in seine
eigene Tasche wirtschaften und hat somit theoretisch seinen
Steuerdienst am Staat erfüllt: am 210ten Tag des Jahres! Historisch
betrachtet hat sich dieser Tag vom 23. Juni im Jahr 1976 zum 28. Juli
2010 kontinuierlich nach hinten verschoben. Seinen Höchststand
erreichte er 2001, als der Durchschnittsösterreicher bis zum 22.
August arbeiten musste, um seinen Steuer- und Abgabensold zu
erfüllen. Die Anhebung u.a. der Mineralölsteuer führte dazu, dass
dieser Tag 2011 um weitere drei Tage ins Jahr nach hinten ins Jahr
gedrängt wurde.
Den österreichischen Bürgern soll mit dieser Darstellung die Höhe
der Abgabenlast bewusst gemacht und die Aufmerksamkeit auf die
zunehmende Steuerbelastung gelenkt werden. Barbara Kolm, Direktorin
des österreichischen Think-Tanks AEC: "Es ist an der Zeit, gemeinsam
gegen die ständig steigende, leistungsfeindliche Steuerlast
aufzutreten und die Aufmerksamkeit auf die zunehmende Steuerbelastung
zu lenken. Die Politik soll nicht immer zuerst an die Einführung
neuer Steuern denken, sondern endlich Ausgabenseitig sparen. Die
längst überfällige Verwaltungsreform und die Senkung der horrenden
Kosten im Gesundheits- und Bildungssystem, wie die Abschaffung von
Parallelstrukturen im Spitals- und Schulwesen, ist mein dringender
Appell an die Verantwortlichen."
Das AEC steht für ein "Europa der Vernunft", in dem eine
ausgewogene Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik vorherrscht, das
Schuldenmachen der Vergangenheit angehört und die
Wettbewerbsfähigkeit fördert und nicht durch neue Steuern verhindert
wird, meint Barbara Kolm abschließend.
Historie des "Tages des Steuerzahlers"
Ursprünglich ist dieses Konzept durch die Tax Foundation in
Washington D.C, USA entstanden und wurde von mehreren
Wirtschaftsinstituten wie dem Adam Smith Institute in Großbritannien
oder dem Karl-Bräuer Institut des Bundes der Steuerzahler Deutschland
aufgegriffen. Hinter diesem theoretischen Konzept verbirgt sich das
Ziel, die Steuerbelastung einer Volkswirtschaft einfach zu
veranschaulichen und somit eine greifbare Darstellung eines
steuerrelevanten Themas für Jedermann zu erreichen. Gerade in
Hinblick auf die historische Entwicklung wird somit offenbart, in
welche Richtung eine Volkswirtschaft in Bezug auf ihre Steuer- und
Abgabenbelastung steuert.
Rückfragehinweis:
Austrian Economics Center (AEC)
Dorothee Sommeregger, (+43 1) 505 1349-34
[email protected]
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