Den Spaziergang vermasselt (von Daniela Gross)
Ausgabe 29. Juli 2011
Klagenfurt (OTS) - Bundeskanzler. Schon des Öfteren hat H.C.
Strache laut davon geträumt. Er ist dieser Tage so nah dran wie noch
nie. Umfrage für Umfrage holt seine FPÖ gehörig auf. Und das nicht
einmal so leise, dass man sich darauf ausreden könnte, man hätte es
nicht bemerkt. Nein, in urältester blauer Manier hetzt er, dass
"unser Geld für unsre Leut" bestimmt sei. Im Wien-Wahlkampf hat er
sich mit Slogans a la "Daham statt Islam" aufmunitioniert. Und dann
gestern das: Strache katapultiert Werner Königshofer aus der Partei.
Den Mandatar, der mit der Neonazi-Homepage in Verbindung stehen soll,
der nach dem Attentat in Norwegen vor einer islamistischen Gefahr
warnt. Endlich, auch Strache ist zur Vernunft gekommen, möchte man
meinen. Täusch dich nicht, heißt es so schön. Der Rauswurf kam
offenbar nicht, weil Strache das rechte Rechtszu rechts sei. Nein,
bei dem rot-schwarzen Murks im Land hätte sich ein Strache für den
Kanzlertraum nur zurücklehnen brauchen - doch den Spaziergang hätte
ihm andauernder Wirbel um Königshofer gehörig vermasselt.














