- 28.07.2011, 08:00:32
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Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli 2011: Hepatitits und Leberkrebs haben einen engen Zusammenhang
Bayer HealthCare macht auf die chronische virale Infektion als häufige Vorstufe des hepatozellulären Karzinoms (HCC) aufmerksam
Wien (OTS) - Der Hepatitis-B-Virus (HBV) ist wesentlich
infektiöser als HIV. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt,
dass weltweit rund zwei Milliarden Menschen davon betroffen sind. Im
Vergleich zu Menschen, die an HIV/AIDS leiden, ist diese Zahl acht
bis zehn Mal höher. (1) Etwa zwei Drittel aller chronisch
infizierten Menschen wissen nichts von ihrer Erkrankung oder von dem
Risiko, später an Lebererkrankungen und Leberkrebs (HCC) erkranken zu
können.
Daher ist es nach den Worten von Prof. Dr. Markus Peck
Radosavljevic, Facharzt für Innere Medizin und Leiter der
Arbeitsgruppe für Leberkrebs an der Medizinischen Universität Wien,
Österreich, von entscheidender Bedeutung, auf die schleichende Gefahr
aufmerksam zu machen. Auch wenn Patienten über ihre Infektion
informiert seien und seit der Diagnose eine angemessene medizinische
Behandlung erhalten hätten, bestünde bei ihnen weiterhin ein höheres
Risiko, einen Leberkrebs zu entwickeln.
Darüber hinaus liegt bei 80 bis 90 Prozent der Patienten mit HCC
(2) eine Zirrhose (narbiger Umbau der Leber) vor, die eine
erfolgreiche Krebsbehandlung erschwert, da die Leberfunktion in
diesem Stadium bereits eingeschränkt ist.
Leberkrebs (Hepatozelluläres Karzinom, HCC)
Statistisch gesehen leiden bis zu 90 Prozent der Kinder, die in
ihren ersten Lebensjahren mit dem Hepatitisvirus infiziert wurden, an
einer chronischen Form der Erkrankung und haben ein erhöhtes Risiko,
an Leberkrebs zu sterben. (3) Weltweit handelt es sich um die
vierthäufigste Krebserkrankung und die dritthäufigste Ursache
krebsbedingter Todesfälle. (4) Aufgrund der wachsenden Anzahl von
Infektionen mit dem Hepatitis-B und -C-Virus ist seine Häufigkeit in
den vergangenen Jahren in der ganzen Welt gestiegen. (5) Darüber
hinaus wird auch die Zahl der Menschen mit Adipositas und Diabetes,
die ebenfalls häufig mit einem erhöhten HCC-Risiko assoziiert werden,
immer größer. Anlässlich des jährlich stattfindenden
Welt-Hepatitis-Tages, der von der World Hepatitis Alliance (WHA) am
28. Juli 2011 koordiniert wird, möchte Bayer HealthCare daher auf die
Symptome und langfristigen Folgen der chronischen Hepatitis
aufmerksam machen und auf die zur Verfügung stehenden Präventions-
und Behandlungsmöglichkeiten bei Leberkrebs hinweisen. Ziel ist es,
die Bevölkerung auf die große Bedeutung einer chronischen
Virushepatitis-Infektion als häufigsten Risikofaktor für HCC
aufmerksam zu machen und die Wichtigkeit einer frühen HCC-Erkennung
hervorzuheben.
Fortschritte in der systemischen Behandlung mit gezielt eingesetzten
Wirkstoffen
Bisher haben systemische Therapien nicht vermocht, die
Überlebenszeit von Patienten mit Leberkarzinom zu verlängern.
Gleichwohl bieten die vielversprechenden Fortschritte bei den gezielt
eingesetzten Wirkstoffen Patienten heute eine Therapieoption. Moderne
Medikamente können Tumore präzise bekämpfen, indem sie gleichzeitig
mehrere Schwachstellen in den Krebszellen attackieren, wodurch unter
anderem die Bildung neuer Blutgefäße verhindert werden kann, ohne die
der Tumor nicht überleben kann. Prof. Peck Radosavljevic erklärte,
dass diese in letzter Zeit entwickelten, gezielt eingesetzten
Wirkstoffe einen entscheidenden Durchbruch markieren und heute neue
Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit Leberkrebs darstellen.
Dies sei für die moderne Therapie von Krebserkrankungen ein großer
Schritt vorwärts.
Über den Welt-Hepatitis-Tag
Der Welt-Hepatitis-Tag ist eine jährlich stattfindende Kampagne,
die für Selbsthilfegruppen und Menschen mit chronischer Hepatitis B
und C diese Erkrankung ins Blickfeld rückt. Er stellt eine
Gelegenheit dar, auf die Erkrankung aufmerksam zu machen, einen
grundsätzlichen Wandel hinsichlich der Prävention sowie dem Zugang zu
Tests und zur Behandlung einzuleiten. Der Welt-Hepatitis-Tag wurde
2008 von der World Hepatitis Alliance (WHA) eingeführt. Seitdem haben
weltweit über 600 Veranstaltungen stattgefunden, die ein gewaltiges
Interesse in der Öffentlichkeit und den Medien hervorgerufen haben.
Die WHA wird auch weltweit von Regierungen, bekannten
Nichtregierungsorganisationen (NROs/NGOs) und landesübergreifenden
Organisationen, wie etwa Médecins Sans Frontières (Ärzte ohne
Grenzen), unterstützt. Nach der Jahresversammlung der WHO im Mai 2010
ist man übereingekommen, dass der Welt-Hepatitis-Tag jährlich am 28.
Juli stattfinden soll.
Über Bayer HealthCare
Die Bayer AG ist ein weltweit tätiges, forschungsbasiertes und
wachstumsorientiertes Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den
Gebieten Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien. Mit einem
Umsatz von 16,913 Milliarden Euro (2010) gehört Bayer HealthCare, ein
Teilkonzern der Bayer AG, zu den weltweit führenden innovativen
Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und
medizinischen Produkten. Das Unternehmen mit Sitz in Leverkusen
bündelt die Aktivitäten der Divisionen Animal Health, Consumer Care,
Medical Care sowie Pharmaceuticals. Ziel von Bayer HealthCare ist es,
Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu produzieren und zu
vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu
verbessern. Bei Bayer HealthCare arbeiten weltweit 55.700 (Stand:
31.12.2010) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern.
Mehr Informationen finden Sie unter www.bayerhealthcare.com.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete
Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen
der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne
beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken,
Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die
tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die
Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen
Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein,
die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese
Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung.
Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche
zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige
Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
(1) Chisari, FV, Ferrari C. Viral Hepatitis. In: Nathanson N. et
al., eds. Viral Pathogenesis. Philadelphia,
Lippincott-Raven, 1997:745-778.
(2) Fattovich G, Stroffolini T, Zagni I, Donate F. Hepatocellular
carcinoma in cirrosi: incidence and risk factors.
Gastroenterology. 2004;127(5 suppl 1):35-50.
(3) Robinson WS. Hepatitis B virus and hepatitis D virus. In:
Mandell GL, Bennett JE, Dolin R, eds. Principles and Practice
of Infectious Diseases, 4th ed. New York, Churchill
Linvingstone, 1995:1406-1439.
(4) World Health Organization (WHO). The Global Burden of Disease.
2004 Update. 2004:13; 30.
(5) El-Serag HB, Mason AC. Rising incidence of hepatocellular
carcinoma in the United States. N Engl J Med.
1999;340(10):745-750.Rückfragehinweis:
Ansprechpartnerin in Österreich:
Dipl.-Journ. Carolin Schairer, +43 1 711 46 2228
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