• 25.07.2011, 20:12:29
  • /
  • OTS0148 OTW0148

Er wollte das entsetzte Auditorium (von Claudia Grabner)

Ausgabe 26. Juli 2011

Klagenfurt (OTS) - Er wollte Öffentlichkeit. Er wollte Propaganda.
Er wollte den Auftritt. Und die Uniform. Er wollte das entsetzte
Auditorium, in dessen Furcht und Abscheu er sich geweidet hätte.
Diesen Wunsch hat man ihm, dem selbst ernannten Monster, nicht
erfüllt. Eine kluges, ja weises Urteil der Richter in Oslo. Sie
verweigern ihm die Bühne. Sie verwehren ihm die "Lustbefriedigung",
der geschockten Nation die "Notwendigkeit" seiner Grausamkeit zu
erläutern, um sie, die ungläubig Fassungslosen, "zu läutern". Sein
1516 Seiten umfassendes Manifest ist das Pamphlet eines Psychopathen.
Versuche, seine anti-islamische, fundamentalistisch-christliche
Geistesgestörtheit einer politisch etablierten Extremideologie
zuzuordnen, mögen verständlich, letztlich aber doch nicht haltbar
sein. Was haltbar ist: Dass die auf Aufwiegelung gegen das Fremde,
die auf Hetze gegen das Andere, die auf Ängste ausgerichtete
Atmosphäre, die sich seit Jahren durch Europa frisst, ein Nährboden
für das Böse ist ...

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KTI

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel