- 25.07.2011, 11:55:51
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Musiol: Papa-Monat für alle und bei vollem Einkommensersatz muss möglich sein
Grüne für Vereinfachung der Kindergeldvarianten und Beseitigung der Benachteiligung von Alleinerziehenden
Wien (OTS) - Die Familiensprecherin der Grünen, Daniela Musiol,
begrüßt den Vorschlag von Frauenministerin Heinisch-Hosek, einen
Papa-Monat auch in der Privatwirtschaft einzuführen. "Es wäre
erfreulich, wenn in Sachen Papa-Monat nun endlich Taten gesetzt
werden und nicht nur Ankündigungen. Der Papa-Monat ist eine wichtige
Möglichkeit um einerseits die Beziehung zwischen Vater und Kind zu
unterstützen, andererseits Eltern die Möglichkeit zu geben, sich an
ihre neue Rolle gemeinsam zu gewöhnen", erläutert Musiol und fordert:
"Es sollte daher jedenfalls nach der Geburt innerhalb der ersten
Monate bei vollem Einkommensersatz die Inanspruchnahme eines
Papa-Monats möglich sein".
Der Vorschlag von Ministerin Heinisch-Hosek, die Karenzzeit
vorzuziehen, scheint ein pragmatischer Zugang zu sein, damit
überhaupt etwas weitergeht. Wenn sich ein Elternpaar für das Modell
15+3 entscheidet und der Vater den Papa-Monat in Anspruch nimmt,
werden seine vier Wochen vorgezogen und vom Schluss der Karenz
abgezogen. "Wenn dieser Vorschlag eine Chance auf Realisierung hat,
dann ist das sicher besser als gar nichts. Klar muss jedenfalls sein,
dass es sich um einen vollen Einkommensersatz handeln muss, damit es
sich alle Familien leisten können", meint Musiol. Derzeit ist im
öffentlichen Dienst zwar ein Papa-Monat möglich, aber ohne Bezüge.
Die Grünen fordern schon seit langem eine Vereinfachung der
Kindergeldvarianten und eine Beseitigung der Benachteiligungen von
Alleinerziehenden. Die lange Variante (30+6), bei welcher
Kündigungsschutz und Karenzzeit auseinanderfallen, ist eine Falle für
die Berufstätigkeit von Frauen. Aber auch die Dauer der Partnermonate
muss ausgedehnt werden. Weiters muss auf die verschiedenartigen
Familienrealitäten Rücksicht genommen werden. So muss die Teilung der
Karenzzeit bei getrennten Haushalten ermöglicht werden.
Auch beim Thema Familienrecht fordert Musiol ein rascheres
Weiterkommen: "Vor allem die Schaffung einer familienrechtlichen
Schlichtungsstelle, um die stark überlasteten Familiengericht zu
entlasten und die Verfahren für die Betroffenen rascher und
nachhaltiger zu gestalten, muss oberste Priorität haben."
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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