• 21.07.2011, 10:11:01
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Coface Wirtschaftsklima-Bewertung: 7 Schwellenländer aufgewertet, 2 europäische Länder abgewertet - ANHANG

Wien (OTS) - Trotz einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums
gegenüber 2010 geht Coface davon aus, dass sich das gleichmäßige
Wachstumstempo in den Schwellenländern fortsetzen wird und
prognostiziert für 2011 ein Wachstum von 5,7%. Dem steht für
denselben Zeitraum eine Wachstumsprognose von 1,8% für die
Industrieländer gegenüber. Diese positive Entwicklung der
Schwellenländer geht mit Verbesserungen der wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen einher.

Vier Jahre nachdem Coface mit der Bewertung des Wirtschaftsklimas
begonnen hat, gibt das Unternehmen jetzt mehrere Aufwertungen in
Mitteleuropa, Afrika und Lateinamerika bekannt. Was die
Wirtschaftsklima-Bewertung von Coface so einmalig macht, ist die
Tatsache, dass das Unternehmen aufgrund seiner Kompetenz im
Versicherungs- und Inkassobereich auf eigene Daten und Erfahrungen
aus dem gesamten internationalen Netzwerk zurückgreifen kann.

Mitteleuropa: deutliche Verbesserung der Wirtschaftsklima-Bewertung

Die Bewertung des Wirtschaftsklimas von drei mitteleuropäischen
Ländern wurde angehoben: Polen (von A3 auf A2), Litauen (von A3 auf
A2) und Mazedonien (von C auf B). Allen drei Ländern ist gemeinsam,
dass sich der Zugang zu finanziellen Informationen über Unternehmen
verbessert hat: Polen und Litauen haben vom EU-Integrationsprozess
profitiert. Litauen hat seine Infrastruktur ausgebaut. In Polen hat
sich dagegen die Qualität der Reglementierung beträchtlich
verbessert, was auf die Rationalisierung der Verwaltungsverfahren und
des Steuerwesens sowie auf eine verbesserte Bankenaufsicht
zurückzuführen ist. Mazedonien, das der Europäischen Union beitreten
will, hat im Bereich der Kontrolle Riesenschritte nach vorne gemacht,
die Korruption verringert und die Einhaltung der Gesetze verbessert.

Griechenland und Zypern unter den europäischen Ländern mit den
schlechtesten Noten

Im Gegensatz dazu wurde die Wirtschaftsklima-Bewertung in
Griechenland und Zypern auf A3 herabgestuft, wodurch beide zu den am
schlechtesten bewerteten Ländern der Europäischen Union gehören. Nur
Rumänien und Bulgarien (jeweils A4) haben noch schlechtere Noten.
Nach Auffassung von Coface liegt die schlechte Bewertung von
Griechenland und Zypern am schwierigen Zugang zu finanziellen
Informationen. Außerdem wurde eine Verschlechterung des
Zahlungsverhaltens der Unternehmen festgestellt, was auf zu
erwartende Schwierigkeiten beim Forderungseinzug hindeutet. Zypern
ist zusätzlich von einem undurchsichtigen Bankwesen gekennzeichnet.

Griechenland und Zypern mussten neben der Verschlechterung der
Wirtschaftsklima-Bewertung ebenfalls eine Abwertung ihres
Länderrisikos um eine Note hinnehmen (auf B bzw. A4). Diese
Herabstufungen spiegeln die Auswirkungen der griechischen
Schuldenkrise auf die Unternehmen der Länder wider, die durch
zahlreiche Faktoren verschärft werden: Die Unternehmen erhalten kaum
Bankkredite und wenn, dann nur zu hohen Kosten. Das makroökonomische
Klima verschlechtert sich, während sich die Rezession verschärft.
Schließlich tragen die Unternehmen die Hauptlast des Sparprogramms
und in einigen Fällen dürfte dies dazu führen, dass sie mit
Außenständen konfrontiert sind, die ihnen die Behörden des Landes
schulden. Ferner stellt Coface fest, dass sich das Zahlungsverhalten
der griechischen Unternehmen 2011 verschlechtert hat. Für Zypern ist
das Länderrisiko aufgrund des Engagements der zypriotischen Banken in
Griechenland gestiegen.

Afrika und Lateinamerika: Bei der Zuverlässigkeit von Finanzdaten
wurden Fortschritte gemacht

Coface hat die Bewertung des Wirtschaftsklimas Kolumbiens um eine
Note auf A4 hinaufgesetzt und das Land damit aus dem Durchschnitt der
Schwellenländer herausgehoben und hinsichtlich der Zugänglichkeit und
Zuverlässigkeit von Finanzdaten auf den ersten Platz in Lateinamerika
gesetzt. Trotz der hartnäckigen Korruption im Land stellt Coface eine
größere Zuverlässigkeit der finanziellen Informationen dank strenger
Steuerprüfungen fest.

In Subsahara-Afrika wurden die Bewertungen des Wirtschaftsklimas
von drei Ländern hinaufgesetzt: Ghana (von C auf B), Mosambik und
Tansania (beide von D auf C). Die Aufwertungen dieser Länder sind zum
Teil auf die Fortschritte bei der Korruptionsbekämpfung
zurückzuführen. Coface ist jedoch der Auffassung, dass die weniger
strengen gesetzlichen Anforderungen in Mosambik und Tansania
bedeuten, dass der Zugang zu finanziellen Informationen in beiden
Ländern problematisch ist. Ghana hat beachtliche Fortschritte
gemacht, die durch die Tatsache bestätigt werden, dass das Land über
dem Durchschnitt der 212 von der Weltbank benoteten Länder liegt.

Naher Osten: Das institutionelle Umfeld wird durch den "arabischen
Frühling" beeinträchtigt

Bahrains Herabstufung von A3 auf A4 erfolgt im Kontext des
"arabischen Frühlings", in dem die Effizienz der Regierung durch die
starke Abneigung der Bevölkerung gegen die Machtinhaber behindert
wird. Obschon das Land weiterhin über dem Durchschnitt der
Schwellenländer liegt, weist Coface auf eine Verschlechterung des
Zugangs zu finanziellen Informationen hin.

"Seit Beginn der Wirtschaftsklima-Bewertung im Jahr 2007 überprüft
Coface die Bewertungen von etwa zehn Ländern und kann dadurch die
Verbesserungen von Unternehmen in Schwellenländern in puncto
Zahlungsverhalten widerspiegeln. Die Aufwertungen von sieben
Schwellenländern bestätigen unsere Erkenntnis, dass sich das
Länderrisiko derselben allmählich gebessert hat - eine Verbesserung,
die nicht nur auf eine robuste Wirtschaftslage zurückzuführen ist.
Sie ist ebenfalls auf strukturelle Entwicklungen - d. h. auf eine
verbesserte Kontrolle in diesen Ländern - zurückzuführen", führt Yves
Zlotowski, Chefvolkswirt von Coface, aus.

Über die Methodik:

Die Coface Wirtschaftsklima-Bewertung zeigt die Verfügbarkeit und
Verlässlichkeit von Unternehmensinformationen sowie den Rechtsschutz
für Gläubiger. Darüber hinaus werden die institutionellen
Rahmenbedingungen mit einbezogen. Die Bewertung erfolgt in sieben
Kategorien, A1, A2, A3, A4, B, C und D, wobei A1 das niedrigste
Risiko repräsentiert.

Die Coface Länder-Bewertungen zeigen das Ausfallsrisiko, also die
Fähigkeit der Unternehmen eines Landes, Zahlungen rechtzeitig zu
leisten. Sie werden auf Basis des wirtschaftlichen, finanziellen und
politischen Umfelds sowie des Zahlungsverhaltens der Unternehmen
vergeben. Die Ländereinstufung von Coface erfolgt in sieben
Kategorien. A1 bis A4 entsprechen Investmentgrades und symbolisieren
geringes Risiko und stabiles Zahlungsverhalten. B, C und D stehen für
mittleres bis hohes Risiko unterhalb der Investmentgrades.

Coface Austria & Coface Central Europe

Coface Austria, mit Zentrale in Wien und Niederlassungen in Polen,
Ungarn, Litauen, Lettland, Slowakei, Tschechien, Rumänien und
Bulgarien ist seit Gründung 1954 der Partner am heimischen Markt für
Kreditversicherungen. Seit 1997 ist Coface Austria Tochter der
französischen Coface und damit Teil eines der drei Global Player am
Kreditversicherungsmarkt. Die Schwestergesellschaft Coface Central
Europe ist seit 20 Jahren Marktführer für Wirtschaftsinformationen in
12 zentraleuropäischen Ländern. Ergänzend bietet man in der gesamten
Region Inkassoservices an. Coface Central Europe ist ein
Gemeinschaftsunternehmen der Coface (75 Prozent) und des KSV1870 (25
Prozent). Seit 2002 ist Wien innerhalb des Coface Konzerns
Headquarter für Zentral- und Osteuropa, die gesamte Region zählt
bereits über 700 Mitarbeiter/innen.

Coface

Ziel von Coface ist die Vereinfachung des globalen B2B-Geschäfts.
Den 135.000 Kund/innen wird daher die teilweise oder komplette
Auslagerung des Forderungsmanagements sowie die Finanzierung und
Versicherung der Forderungen angeboten: Kreditversicherung,
Factoring, Wirtschaftsinformation und Inkasso. Dank des weltweit
lokalen Services der 6.600 Mitarbeiter/innen in 66 Ländern sind über
45% der 500 größten Unternehmen Kund/innen von Coface. Coface ist die
Tochter der französischen Bank Natixis (Stammkapital 16,8 Mrd. Euro,
Ende Dezember 2010).

Anhänge zu dieser Aussendung finden Sie als Verknüpfung im
AOM/Original Text Service, sowie über den Link "Anhänge zu dieser
Meldung" unter http://www.ots.at

Rückfragehinweis:
Coface Austria Holding AG
Susanne Krönes
Head of Marketing and Communications
01/515 54 - 512
[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | COF

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