- 20.07.2011, 10:00:33
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Europäische TierversuchsgegnerInnen begrüßen die ablehnende Haltung der österreichischen Regierung zur an Tieren getesteten Kosmetik
Wien (OTS) - Die Europäische Koalition zur Beendigung von
Tierversuchen (European Coalition to End Animal Experiments - ECEAE),
eine Vereinigung wichtiger TierversuchsgegnerInnen in der EU, begrüßt
die Haltung der österreichischen Regierung, die an dem
Vermarktungsverbot von tierversuchsgetesteten Kosmetika festhält, das
ab dem 12.03.2013 in Kraft treten soll. ECEAE Geschäftsführerin
Michelle Thew: "Die ECEAE ist über die Unterstützung der
österreichischen Regierung für das Verbot im Jahre 2013 sehr erfreut.
Die Verwendung von Tieren zur Testung von Kosmetika ist EU-weit ein
Thema von großem öffentlichen Interesse."
Der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT), die
österreichische ECEAE Partnerorganisation, kritisiert heftig, dass
die EU-Kommission am letzten Stufenplan, mit dem das endgültige "Aus"
aller Tierversuche für Kosmetika ab dem 12. März 2013 in Kraft treten
soll, rüttelt. "Umso mehr freut mich, dass Österreich in seiner
Funktion als EU-Mitgliedstaat einer Terminverschiebung nicht
zugestimmt hat. Tierversuche sind grausam und die europäischen
KonsumentInnen möchten sich endlich darauf verlassen können,
Kosmetikprodukte zu erwerben, die gänzlich ohne Tierleid und Tiertod
entwickelt und hergestellt worden sind", so Gerda Matias, Präsidentin
des IBT.
Seit 2009 gibt es in der EU ein Durchführungsverbot für
Tierversuche in der Kosmetik. Trotzdem können Kosmetika, die
außerhalb der EU an Tieren getestet wurden, verkauft werden. Ein
Verkaufsverbot, das dies unterbindet, soll 2013 in Kraft treten, kann
aber auf bis zu 10 Jahre hinausgeschoben werden. Falls das passiert,
werden zehntausende Tiere weiterhin in grausamen Kosmetiktests für
Schönheitsprodukte, die in der EU verkauft werden, sterben.
Das schwedische und belgische Parlament gaben unlängst ebenfalls
eine Stellungnahme gegen eine Aufschiebung des Vermarktungsverbotes
ab.
Die ECEAE hat die No Cruel Cosmetics - Kampagne
(http://www.nocruelcosmetics.org/) gestartet, um das Verkaufsverbot
von an Tieren getesteten Kosmetika zu unterstützen und bereitet sich
auf die Entscheidung der EU-Kommission zur Änderung der geplanten
Frist 2013 vor.
Zitat aus der österreichischen Stellungnahme an die Europäische
Kommission:
"Eine Terminverschiebung kommt für Österreich als Option nicht in
Frage. Sie ist politisch nicht zu vertreten und würde ein gänzlich
falsches Signal an die Industrie und die Forschung aussenden.
Desweiteren wäre für viele Verbraucher das Fortsetzen von
Tierversuchen für Kosmetika ethisch nicht akzeptabel.
Eine Aufrechterhaltung der derzeitigen Vorgangsweise (schrittweises
Verbot von Tierversuchen geknüpft an die Entwicklung von
Alternativmethoden) würde indirekt ebenfalls einer Aufhebung der
Frist gleichkommen. Durch den Verzicht auf eine Deadline würde der
Druck, alternative Methoden zu entwickeln und zu validieren,
entfallen."
Rückfragehinweis:
Internationaler Bund der Tierversuchsgegner (IBT) Gerda Matias Tel.: +43 (1) 713 08 23-11 bzw. 0676/600 30 47 Fax: +43 (1) 713 08 23-10 mailto:[email protected] Für weitere Informationen, Bilder und Zitate kontaktieren Sie bitte das ECEAE Pressebüro: mailto:[email protected] Tel.: +44 (0) 7850 510 955 bzw. +44 (0) 207 619 6978 www.eceae.org/en/about-us
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