• 19.07.2011, 12:16:01
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FremdwährungskreditnehmerInnen leiden unter starkem Schweizer Franken

AKNÖ rät: "Umsteigen auf monatliche Kapitaltilgung"

Wien (OTS) - Der Schweizer Franken wird immer stärker. All jenen
Häuslbauern, die einen Fremdwährungskredit in Schweizer Franken
haben, rät die AKNÖ deshalb zum Umstieg vom endfälligen Kredit auf
eine monatliche Kapitaltilgung.

Der Schweizer Franken ist im Höhenflug. Fast täglich wird sein
Kurswert im Vergleich zum Euro nach oben korrigiert. Womöglich wird
er schon bald mit dem Euro auf gleicher Höhe sein, so die Prognose
der Experten. Wie sich diese Entwicklung auf dem Finanz- und
Währungsmarkt auch auf die Niederösterreichischen Häuslbauer
auswirkt, weiß AKNÖ-Konsumentenexperte Ernst Hafrank: "Wegen dem
starken Schweizer Franken steigt gleichzeitig der buchmäßige
Euro-Schuldenberg unserer FremdwährungskreditnehmerInnen. Sie geraten
dadurch immer mehr unter Druck." Wenn zusätzlich der Tilgungsträger
zur Abdeckung des Kredites, meist eine fondsgebundene
Lebensversicherung oder Wertpapierdepots, zu wenig Ertrag
erwirtschaftet, wird die finanzielle Lücke immer größer.

Haneder: "Aus für endfällige Kredite"

Will man den Fremdwährungskredit nicht aufgeben, rät Hafrank
jedenfalls zum Umstieg von einer endfälligen Kreditvariante auf eine
monatliche Kapitaltilgung. "Durch die Umstellung auf eine monatliche
Kapitaltilgung ist die Kreditrückzahlung zum vereinbarten
Laufzeitende garantiert. Bei der endfälligen Variante ist man
hingegen vom Ertrag des gewählten Tilgungsträgers abhängig. Dieser
liegt allerdings in den meisten Fällen weit hinter den Erwartungen",
so Hafrank.
Für den bestehenden Tilgungsträger gibt es zwei Möglichkeiten: Dieser
kann aufgelöst und das erwirtschaftete Geld als Sondertilgung auf das
Kreditkonto eingezahlt werden. Oder man entscheidet sich für eine
Stilllegung des Tilgungsträgers. In diesem Fall wird das bestehende
Guthaben bei Fälligkeit des Kredits als letzte Rate angerechnet und
die Differenz monatlich zurückbezahlt. Das Hauptargument der Banken,
dass es durch den massiven Kursanstieg des Franken zu einer
Unterbesicherung des Kredites komme, werde laut Hafrank durch die
monatliche Kapitaltilgung ebenfalls entkräftet. Voraussetzung für die
Umstellung auf monatliche Kapitaltilgung ist allerdings in allen
Fällen die finanzielle Leistbarkeit.

Um die Situation der FremdwährungskreditnehmerInnen nachhaltig zu
entschärfen, fordert die AKNÖ schon seit Langem das Aus für
endfällige Kredite: "Die Vergabe von endfälligen Finanzierungen, egal
in welcher Währung, muss zum Schutz der KonsumentInnen eingestellt
werden", fordert AKNÖ-Präsident Hermann Haneder.

Rückfragehinweis:
AKNÖ-Konsumentenberatung
Ernst Hafrank
Tel.: 01/58883-1310

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