OTS0148   18. Juli 2011, 15:10

Steuerfreiheit für "Golden Handshakes" - AKNÖ lehnt Vorschlag ab


Der Vorstoß von Finanzministerin Fekter zur
Abschaffung der Steuern auf Sonderabfertigungen wird von der
Arbeiterkammer Niederösterreich zurückgewiesen. AKNÖ-Präsident
Hermann Haneder dazu: "Diese Abfertigungen aus Sozialplänen dienen in
erster Linie dazu, die ArbeitnehmerInnen im Falle eines
unverschuldeten Arbeitsplatzverlustes finanziell abzusichern. Daraus
auch noch eine Diskussion über das Antrittsalter für Pensionen zu
machen ist der falsche Weg."

Der Abschluss von Sozialplänen ist in den meisten Fällen dann
notwendig, wenn Arbeitsplätze in Gefahr sind aufgrund von
Betriebsveränderungen oder Standortverlegungen. Viele
ArbeitnehmerInnen nützen die ihnen rechtlich zustehenden
Abfertigungsgelder zum Beispiel für die Rückzahlung von Kreditraten,
um den finanziellen Engpass bei geringem Arbeitslosengeldbezug zu
mindern.

Wie wichtig Sozialpläne und Abfertigungen für die ArbeitnehmerInnen
sind, zeigt sich gerade am Beispiel des wirtschaftlich erfolgreichen
Tabakwerks in Hainburg. Die Schließung des Tabakwerks erfolgte nur
aus Gründen der Gewinnoptimierung und nicht aus
betriebswirtschaftlicher Notwendigkeit.

"Der Vorschlag der Finanzministerin ist ein Versuch,
Verschlechterungen für ArbeitnehmerInnen durch die Hintertür
einzuführen. Es besteht die Gefahr, dass im nächsten Schritt
sämtliche Abfertigungsbesteuerungen in Frage gestellt werden", so
AKNÖ-Präsident Haneder abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0148 2011-07-18 15:10 181510 Jul 11 AKN0002 0185



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