OTS0175   14. Juli 2011, 18:53

Berlakovich: CO2-Speicher Wald nachhaltig nützen und somit schützen

Aktuelle Studie bestätigt Österreichs Weg der umweltfreundlichen Forstpolitik


"Dass sich der Wald laut einer aktuellen Studie als
noch größerer CO2-Speicher und somit Klimaschutz-Faktor erweist, als
bisher angenommen, bestärkt uns in unserer umweltfreundlichen
Forstpolitik. Ziel ist es, den Wald nachhaltig zu nützen und
gleichzeitig zu schützen. Seine vielfältigen Funktionen müssen im
Sinne aller Lebewesen erhalten werden", betont Landwirtschafts- und
Umweltminister Nikolaus Berlakovich im internationalen Jahr des
Waldes.

Nationalparks und erneuerbare Energie aus Biomasse

Fast die Hälfte Österreichs ist mit Baumbeständen bedeckt. Diese
Fläche stellt einen erheblichen Wirtschafts- und Schutzfaktor dar.
Darüber hinaus ist unser Wald auch ein vielseitiges Ökosystem, das
Erholungsraum für Menschen und Lebensraum für Flora und Fauna bietet.
"Daher setzen wir laufend Maßnahmen zum Schutz und zur nachhaltigen
Nutzung des Waldes, wie etwa im Rahmen der Nationalparks oder durch
die Fördermaßnahme Energie aus Biomasse, die dem verstärkten Einsatz
von Holz als erneuerbarer Energieträger dient. Österreich ist auch
dabei ganz vorne mit dabei: EU-weit liegt unser Land beim Einsatz von
Biomasse an vierter Stelle. Das ist ein wichtiger Beitrag zur
Erreichung unseres Ziels der Energieautarkie Österreichs", so
Berlakovich.

Österreichs Forstinitiativen schlagen auch international Wurzeln

Österreich nimmt aber auch sonst international eine Vorreiterrolle
ein. "Wir haben erst kürzlich bei der Europäischen
Forstministerkonferenz in Oslo gemeinsam mit 45 anderen Ländern den
Startschuss für Verhandlungen zum ersten rechtlich verbindlichen,
paneuropäischen Waldschutz-Abkommen gegeben. Das ist ein gutes
Beispiel dafür, dass eine österreichische Initiative international
Wurzeln schlägt", so Berlakovich weiter. "Mit diesem Abkommen wollen
wir zum Beispiel verhindern, dass große Flächen in Teilen Europas
kahlgeschlagen und nicht mehr aufgeforstet werden. Die bisherigen
Vereinbarungen erfolgten nur auf freiwilliger Basis, das muss sich
ändern. Wir brauchen unsere intakten Wälder zum Schutz des Weltklimas
und für eine nachhaltige Energieversorgung", so Berlakovich.

Internationales Jahr des Waldes unterstreicht Bedeutung

"Im Internationalen Jahr des Waldes 2011 wollen wir die vielfältige
Bedeutung des Waldes noch stärker in den Mittelpunkt rücken und
Bewusstsein dafür schaffen. In Österreich legen wir die Schwerpunkte
unter anderem auf die Themen Schutzwald und Naturgefahren,
Wirtschaftsfaktor Wald und Energie aus Holz", so Berlakovich, der auf
verschiedenste diesbezügliche Aktionen des Lebensministeriums
hinweist. Dazu zählen unter anderem die vier "Waldgipfel" genannten
Fachveranstaltungen, ein Wald-Schulsackerl mit Infomaterial, ein
Waldbildband und ein Waldkochbuch. (Schluss)

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
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