- 14.07.2011, 10:55:49
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Austrian Standards: Sprungbrett für Österreichs Wirtschaft
Wien (OTS) - Über die Bedeutung von Normen als Sprungbrett für
Österreichs Wirtschaft sowie interne Neuerungen und innovative
High-Tech-Lösungen rund um Normen informierten bei der gestrigen
Pressekonferenz von Austrian Standards, dem österreichischen
Kompetenzzentrum für Normen, Präsident Univ.Prof. DDr. Walter Barfuß,
Direktor Ing. Dr. Gerhard Hartmann sowie Vizedirektorin DDr.
Elisabeth Stampfl-Blaha im Wiener Sofitel. "Wer nicht selbst normt,
der wird genormt", brachte Barfuß auf den Punkt, weshalb Österreichs
Unternehmen das europäische und internationale Normungsgeschehen noch
aktiver mitgestalten sollten. Mehr Infos: www.austrian-standards.at
sowie www.communications.co.at
Normen vereinfachen den Alltag und beleben die Wirtschaft
"Normen und Standards sind wie eine Straßenverkehrsordnung für
Alltag und Wirtschaft. Sie werden nicht im Elfenbeinturm gemacht,
sondern richten sich unmittelbar nach den Bedürfnissen ihrer Nutzer",
so Univ.Prof. DDr. Walter Barfuß, Präsident Austrian Standards.
Verändern sich die Rahmenbedingungen, werden neue oder adaptierte
Normen benötigt.
Normen rechnen sich auch aus volkswirtschaftlicher Sicht: Ihr
Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt Österreichs liegt bei rund 2,4
Milliarden Euro, das entspricht einem Prozent. Sie tragen rund 25
Prozent zum Wirtschaftswachstum bei.
Herausforderungen erkennen - Normung als wirtschaftliche Chance
nützen
Als Herausforderungen und gleichzeitig Chancen für Österreichs
Unternehmen nannte Barfuß Globalisierung, Technologiekonvergenz und
das Anwachsen der Dienstleistungsbranche. "Ich appelliere an die
heimischen Unternehmen, nicht zu zögern, sich in die Normungsarbeit
einzubringen. Nur über Normen zu jammern, die andere gestaltet haben,
nützt nichts! Wer Normungsarbeit als strategische Unternehmenspolitik
einsetzt, legt den Grundstein, um auf den Märkten der Zukunft präsent
zu sein", betonte Barfuß.
Vom Verein für die Normung von Industriegütern zum internationalen
Dienstleister
So wie Normen sich verändern, hat sich Austrian Standards, 1920
gegründet, vom ehemaligen Verein für die Normung von Industriegütern,
wie Schrauben oder Maschinen, zum internationalen Dienstleister
entwickelt. So sei beispielsweise die Mitarbeit in Europäischen und
Internationalen Normen-Komitees keine Eitelkeit, sondern mache
Österreich trotz seiner Kleinheit zum vielgeachteten Partner auf
internationaler Ebene, so Barfuß. Seit November des Vorjahres verfügt
Austrian Standards zudem über einen neuen branchenübergreifenden
Präsidialrat, der es als Think-Tank ermöglicht, über den Tellerrand
der eigenen Branche hinaus Bedürfnisse zu erkennen und Normen als
Lösung anzubieten.
Von Normenflut kann keine Rede sein
"In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der Normen zwar
vervierfacht, vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und
technischen Entwicklungen, die exponentiell gestiegen sind, kann von
einer 'Normenflut' jedoch keine Rede sein", sagte Austrian Standards
Direktor Ing. Dr. Gerhard Hartmann. Von den im Vorjahr unter dem
Management von Austrian Standards in insgesamt 183 Normungskomitees
entwickelten 2.129 Normen seien mehr als die Hälfte Überarbeitungen,
die an geänderte Rahmenbedingungen angepasst werden. Zudem würde eine
neue Norm oft mehrere alte ersetzen. Normenzuwächse gäbe es hingegen
in jenen Bereichen, die von geänderten Rahmenbedingungen geprägt
sind, wie der IT-Branche oder dem Gesundheitsbereich.
Österreich als "Global Player"
Die Wichtigkeit, sich im internationalen Wettbewerb gut
aufzustellen, betonte DDr. Elisabeth Stampfl-Blaha, Vizedirektorin
Austrian Standards. War die Normungsarbeit früher fast ausschließlich
von "Good old Europe" geprägt, seien heute die BRIC-Staaten
(Brasilien, Russland, Indien, China) auf dem Vormarsch. So hat
beispielsweise China seine Teilnahme in Normungsgremien der
Internationalen Organisation für Normung, ISO, in den letzten fünf
Jahren um 30 Prozent gesteigert und damit Frankreich, Japan und die
USA auf die Plätze verwiesen. "Österreich kann hier dennoch viel
tun", so Stampfl-Blaha. Europäische und Internationale Standards, die
ganz wesentlich "österreichische Handschrift" zeigen, sind u.a.
Normen für Freizeittaucher und Tauchbasen, für Call Center,
Übersetzungsdienstleistungen oder (derzeit in Vorbereitung) eine
Europäische Norm für ästhetische Chirurgie.
Die Chance, am europäischen und internationalen Normungsgeschehen
teilzuhaben und so die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu
gestalten, wird dabei durch Austrian Standards eröffnet: Österreich
ist über Austrian Standards in 81 Prozent der Europäischen (CEN) und
86 Prozent der Internationalen (ISO) Komitees vertreten.
Österreich als Modernisierungspartner Russlands
Ein Beweis für die führende Rolle Österreichs im internationalen
Normungsgeschehen trotz der "Kleinheit" des Landes: Im Mai 2011 war
Austrian Standards Teil einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation rund
um Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in Moskau, bei der unter anderem
Modernisierungspartnerschaften zwischen den beiden Ländern
unterzeichnet wurden. Stampfl-Blaha: "Es liegt auf der Hand, dass
Normen bzw. der Zugang zu Normen dabei eine wichtige Rolle spielen".
Qualität und Zuverlässigkeit sind dabei ein wichtiges Argument für
Austrian Standards. Weiter vorangetrieben soll die Zusammenarbeit bei
der von Austrian Standards organisierten "Austria:Russia Conference"
von 2. bis 4. November 2011 werden. Zeitgleich findet die Konferenz
"20 Years Vienna Agreement" statt. Dabei geht es um Erfolge und die
Weiterentwicklung des 1991 bei Austrian Standards unterzeichneten
Abkommens über die Zusammenarbeit zwischen CEN und ISO, um
Doppelgleisigkeiten bei der Entwicklung von Europäischen und
Internationalen Standards zu vermeiden.
Über Austrian Standards
Austrian Standards steht für Austrian Standards Institute sowie
für die Austrian Standards plus GmbH. Austrian Standards Institute
ermöglicht die Entwicklung allgemein akzeptierter Standards/Normen.
Dieses Know-how macht Austrian Standards plus durch Publikationen,
Trainings und weitere Services zugänglich. Austrian Standards
beschäftigt 122 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und erzielte 2010
einen Umsatz von rund 14 Mio. Euro. Die Finanzierung erfolgt zu 88
Prozent aus selbst erwirtschafteten Erträgen, 12 Prozent sind
Beiträge des öffentlichen und privaten Sektors.
Rückfragehinweis:
Austrian Standards Dr. Johannes Stern, Director Public Relations & Media Tel.: +43 1 213 00-317, E-Mail:[email protected] comm:unications - Agentur für PR, Events & Marketing Mag. Monika Strachalski, MA / Mag. Nina Weiß Liechtensteinstraße 12/9, 1090 Wien Tel.: +43 /1/315 14 11-0 E-Mail: [email protected]
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