- 14.07.2011, 10:15:37
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Polens Präsident Komorowski: Europäische Integration ist Medizin gegen Probleme Europas
Wirtschaftsbeziehungen zwischen Polen und Österreich sind Erfolgstory - heuer Rekordwert von 5,5 Mrd. Euro im bilateralen Außenhandel
Wien (OTS/PWK536) - "Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Polen
und Österreich sind eine Erfolgstory - egal ob beim Warenverkehr, im
Dienstleistungsaustausch oder bei Investitionen", mit diesen Worten
eröffnete Richard Schenz, Vizepräsident der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ), gestern (Mittwoch) Abend das
"Österreichisch-Polnische-Wirtschaftsforum" der Außenwirtschaft
Österreich (AWO), anlässlich des offiziellen Besuchs des polnischen
Staatspräsidenten Bronislaw Komorowski in der WKÖ.
Polens Staatspräsident Komorowski ging in seiner Festrede auf die
allgemein positive wirtschaftliche Position Polens ein. So war Polen
im Krisenjahr 2009 das einzige Land der EU mit einem
Wirtschaftswachstum. Im Vorjahr lag das polnische BIP-Plus bei rund
4% und es wäre ohne die verheerenden Überschwemmungen im Frühjahr
2010 noch höher ausgefallen. Wachstumsträger waren im Vorjahr die
Industrieproduktion, die Bauwirtschaft und der Privatkonsum. Für
heuer wird wieder mit einem Wirtschaftswachstum von bis zu 4%
gerechnet. Komorowski: "Polen hat aus seiner Geschichte seit der
politischen Wende gelernt, dass Krisen genützt werden müssen, um
Entscheidungen zu treffen, die die Politik in wirtschaftliche guten
Zeiten nicht treffen würde." Das sei ein Grund dafür, warum Polen
heute so gut dastehe. Ein weiterer Glücksfall war für Polen der
Beitritt zur Europäischen Union. "Ich betrachte die europäische
Integration generell als die wichtigste Medizin gegen viele der
vergangenen und auch noch aktuellen Probleme in Europa", so
Komorowski. Im Rahmen des Besuchs des polnischen Präsidenten im Haus
der Wirtschaft wurde ein Kooperationsabkommen zwischen der Austrian
Business Agency (ABA) und der polnischen Investitionsagentur
unterschrieben.
Für den bilateralen Außenhandel zwischen Polen und Österreich
erwartet WKÖ-Vizepräsident Schenz heuer einen neuen Rekordwert in der
Höhe von etwa 5,5 Mrd. Euro. Schenz: "Polen belegt unter den
österreichischen Außenhandelspartnern den zehnten Rang und wird in
Zukunft sicherlich noch an Bedeutung gewinnen, wie auch die
Außenhandelsdaten für das laufende Jahr eindrucksvoll beweisen." So
legten die österreichischen Exporte nach Polen im ersten
Jahresdrittel um 39,9% gegenüber der Vorjahresperiode auf 1,1 Mrd.
Euro und die Importe um 40,7% auf 750 Mio. Euro zu. Zurzeit sind rund
600 österreichischen Unternehmen mit Niederlassungen in Polen
vertreten und Österreich ist mit einem Investitionsvolumen von fünf
Milliarden Euro unter den Top-acht der Auslandsinvestoren in Polen -
vor Ländern wie Großbritannien, der Schweiz oder Japan.
"Für österreichische Produkte bleibt Polen ein attraktiver Markt
und österreichische Unternehmen werden in Polen als erfahrene und
gute Geschäftspartner geschätzt", betonte der österreichische
Wirtschaftsdelegierte in Polen, Ernst Kopp. Besondere Chancen für
österreichische Produkte und Dienstleistungen sieht Kopp vor allem in
den Bereichen Lebensmittel, Umwelttechnologie, Alternativenergien,
Energieeffizienz sowie Bau und Infrastruktur - letztere auch im
Zusammenhang mit der in Polen (und der Ukraine) stattfindenden
Fußball-Europameisterschaft 2012. Der Wirtschaftsdelegierte nannte
auch exemplarisch einige Erfolge österreichischer Unternehmen aus
jüngster Vergangenheit in Polen: Im Immobilienbereich schloss etwa
Warimpex an den Erfolg seiner Hotels in Krakau und \x{2588}ód\x{2588} an, eröffnete
ein Hotel in Katowice und begann mit der Errichtung eines
Bürokomplexes in Warschaus Innenstadt. Alpine Bau hat als
Konsortialmitglied die Aufträge zum Bau bzw. zur Renovierung der
EM-Stadien in Warschau, Gda\x{2588}sk, Pozna\x{2588} sowie eines weiteren Stadions
in Krakau gewonnen. Eröffnet wird der derzeit größte Business Park
Polens in Warschau, ein 50-50 Joint Venture von UBM und CA Immo, bei
dem Porr als Generalunternehmer auftritt. Die STRABAG errichtet in
Stettin ein Einkaufszentrum und baut 106km der polnischen Autobahn
A2. Kapsch gewann die Ausschreibung zur Einführung der elektronischen
Maut für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Wienstrom, Bewag und Raiffeisen
errichten einen Windpark mit einer Kapazität von 60 Megawatt. (BS)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich AußenwirtschaftsCenter Warschau Dr. Ernst Kopp T: +48 22 586 44 66 F: +48 22 586 44 88 E: [email protected]
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