- 12.07.2011, 10:48:59
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ÖAMTC-Hitzetest beweist: Autofahrer, Biker und Radler sind gefordert (Teil 1)
38 Grad im Bus und mehr als 80 Grad am Armaturenbrett bringen Öffi- und Auto-Fahrer ins Schwitzen
Wien (OTS) - Ganz Österreich stöhnt momentan unter einer
Hitzewelle, wirkliche Abkühlung ist nicht in Sicht. Der ÖAMTC hat die
Temperaturen, mit denen die Menschen in verschiedenen Verkehrsmitteln
konfrontiert sind, gemessen. Besonders rasant stiegen die
Temperaturen in einem Auto, das einige Zeit in der prallen
Mittagssonne abgestellt worden ist. "Am Armaturenbrett, dem größten
Hitzespeicher im Kfz, wurden 80,7 Grad gemessen. Die Luft heizte sich
auf immerhin 53,7 Grad auf", zeigt sich ÖAMTC-Techniker Thomas Stix
beeindruckt. Bei solchen Temperaturen besteht bereits
Verbrennungsgefahr, daher dürfen Kinder oder Tiere nicht einmal
wenige Minuten in einem abgestellten Pkw zurück gelassen werden.
Ungesund kann übrigens auch die extrem schnelle Abkühlung mittels
Klimaanlage sein. "Die ausgestoßene Luft ist sieben Grad kalt, daher
besteht große Verkühlungsgefahr. Vernünftiger ist es, das Auto im
Schatten zu parken und auf den ersten gefahrenen Metern bei
geöffneten Fenstern zu lüften. Danach kann die Klimaanlage gezielt
eingesetzt werden", erklärt der ÖAMTC-Experte.
Nur vermeintlich besser geht es den Zweiradfahrern. Zwar gibt es
durch den Fahrtwind ständig kühlende Zugluft, dennoch kann
beispielsweise ein Motorradsattel über 50 Grad heiß werden. "Die
gefühlten Temperaturen unter Lederkluft und Radlerdress täuschen oft.
Verdunstender Schweiß kühlt zwar den Körper, führt aber auch zu
Flüssigkeitsverlust", weiß der ÖAMTC-Experte. Dagegen hilft nur viel
Trinken, was vor allem bei längeren Motorradausfahrten häufig
vergessen wird.
Eine Ausweichmöglichkeit bieten die öffentlichen Verkehrsmittel.
Leider ist es im Sommer häufig auch in den "Öffis" alles andere als
angenehm. "In den Straßenbahngarnituren herrschen nicht selten
Innentemperaturen von 33 bis 35 Grad. Noch schlimmer ist es in
unklimatisierten Bussen, wo die Fahrgäste bei 38,5 Grad schwitzen",
gibt der ÖAMTC-Techniker zu bedenken. Vorsicht auch beim Hinsetzen:
Die Sitze können sich auf knapp 40 Grad aufheizen. Nur unwesentlich
kühler ist es in der U-Bahn. "Am Bahnsteig der U4-Station Karlsplatz
wurden 30,9 Grad gemessen, in der U-Bahn selbst 33,3 Grad", erklärt
Stix. Lediglich in den klimatisierten Öffi-Modellen, die jedoch nicht
flächendeckend eingesetzt werden, herrschen angenehme 26 Grad.
ÖAMTC-Pannenhilfe: "Gelbe Engel" für Sommereinsätze gerüstet
Die heißen Temperaturen schlagen sich auch in den Einsatzzahlen
der ÖAMTC-Pannenfahrer nieder, wo man sich für den Zeitraum Juli bis
September auf rund 220.000 Einsätze eingestellt hat. Die Hitze macht
aber nicht nur den Fahrzeugen selbst zu schaffen. "Neben überhitzten
Motoren, defekten Batterien und streikenden Klimaanlagen gibt es im
Sommer vermehrt Einsätze wegen selbst verschuldeter Pannen. Aufgrund
der Temperaturen fällt es den Fahrzeugbesitzern wohl schwerer, sich
zu konzentrieren", wissen die Experten der ÖAMTC-Pannenhilfe. Im
Wagen eingesperrte oder irgendwo verlorene Schlüssel, falsches
Betanken, eingeschaltene Scheinwerfer bei abgestellten Autos und von
Randsteinen beschädigte Felgen sind Probleme, die die "Gelben Engel"
in der heißen Jahreszeit besonders häufig lösen müssen. Damit trotz
erhöhter Einsatzzahl allen Mitgliedern schnell und verlässlich
geholfen werden kann, wurde vom ÖAMTC für die Sommerzeit zusätzlich
zum normalen Dienst eine Abendbereitschaft für Pannenfahrer
eingerichtet.
(Forts.)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Tschernutter
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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