- 11.07.2011, 18:52:54
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OECD-Symposium: Bildungspolitik braucht langfristige Perspektive
Diskussion zum Thema "Aktuelle Herausforderungen in Österreich: Bildung - Soziales - Verteilung" beim Symposium "50 Jahre OECD - 50 Jahre Österreich in der OECD
Wien (OTS) - "Bildungspolitische Maßnahmen wirken erst auf
langfristige Sicht, weshalb es nötig ist, den Wirkungszusammenhang im
Auge zu behalten", sagte Unterrichtsministerin Claudia Schmied heute
beim abschließenden Teil des Symposiums zum Thema "50 Jahre OECD - 50
Jahre Österreich in der OECD", einer gemeinsamen Veranstaltung von
Bundeskanzleramt und Österreichischer Nationalbank. Das
Podiumsgespräch widmete sich dem Thema "Aktuelle Herausforderungen in
Österreich: Bildung - Soziales - Verteilung". Bildungsministerin
Claudia Schmied, Wifo-Chef Karl Aiginger und Monika Queisser,
Leiterin der Abteilung Sozialpolitik der OECD, gingen der Frage nach,
wie die OECD Österreich optimal unterstützen könne.
"Die Ergebnisse der Pisa-Studie geben uns Rückenwind um engagiert
Bildungspolitik in Österreich voranzutreiben. Der OECD ist es mit der
Pisa-Beurteilung gelungen, das Feld Bildungspolitik zu besetzen und
leistet damit einen Beitrag zum Erweiterungsspektrum. Zudem freut es
mich, dass die Empfehlungen der OECD mit meiner bildungspolitischen
Agenda nahezu ident sind", sagte Ministerin Schmied. Der
Erfahrungsaustausch auf internationaler Ebene sei ein wesentliches
Element für eine Weiterentwicklung im Bildungswesen.
Wifo-Chef Karl Aiginger äußerte Lob und Kritik zu den Bemühungen der
OECD. Die Organisation hätte entscheidend zur Versachlichung der
Wirtschaftspolitik beigetragen und auch eine offene Marktwirtschaft
forciert. Gleichzeitig fänden einige wichtige Themen in den
Länderberichten keine Erwähnung, wie beispielsweise Empfehlungen zum
Abbau sozialer Ungleichgewichte oder die Einführung einer
Finanztransaktionssteuer. Zudem hätten in der Krise in Österreich und
Deutschland Maßnahmen funktioniert, die seitens der OECD nicht
empfohlen wurden.
"Die Sozialpolitik hatte in der OECD früher einen geringeren
Stellenwert. Mittlerweile arbeiten wir jedoch verstärkt mit
quantitativen Instrumenten und werden dadurch besser gehört", sagte
Monika Queisser, Leiterin der Abteilung Sozialpolitik der OECD.
Verteilungsgerechtigkeit und Gleichstellung seien nunmehr in der OECD
ebenso etablierte Themenfelder wie rein ökonomische Fragen. Gerade
bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf habe sich in den letzten
Jahren gezeigt, dass gesellschaftspolitische und ökonomische Themen
eng miteinander verknüpft sind.
Abschließend wurde zum feierlichen Anlass des 50-jährigen Jubiläums
eine Sondermarke der Österreichischen Post AG präsentiert.
Bilder zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes unter http://fotoservice.bundeskanzleramt.at
kostenfrei abrufbar.
Rückfragehinweis:
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