• 11.07.2011, 13:33:43
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VP-Dworak: In St. Marx fehlt das Gesamtkonzept

ÖVP Wien kritisiert Emmentaler-Planung der Wiener Stadtregierung

Wien (OTS) - "St. Marx zeigt einmal mehr, wie chaotisch
Stadtentwicklung in Wien verläuft", kritisiert der Planungssprecher
der ÖVP Wien, LAbg. Bernhard Dworak, in einer heutigen
Pressekonferenz zum Thema Stadtplanung in St. Marx.

"Für das Areal gibt es kein Gesamtkonzept", so Dworak: Laut Plänen
der Wiener Stadtregierung sollen in im neu gestalteten Stadtteil St.
Marx ab 2016 über 15.000 Menschen einen Arbeitsplatz in finden.
Schwerpunkt soll dabei die medienwirtschaftliche Nutzung des
Gebietes sein. "Von diesen Vorgaben sind wir weit entfernt. Daran
konnte auch die Schaffung einer Neu Marx Standortmarketing GmbH
nichts ändern. Ob sich etwa der ORF tatsächlich in der Baulücke an
der Tangente ansiedeln wird, ist bislang noch genauso unklar, wie die
weitere Nutzung der renovierten Rinderhalle", so Dworak. "Die
Gasometer-City, TownTown und das neu entstehende Media Quarter
brauchen Mieter und Nutzer, um die sich die Stadt rechtzeitig bemühen
hätte müssen. Die Verträge müssen im Vorfeld abgeschlossen werden,
sonst läuft man Gefahr, ausschließlich Geisterstädte aus dem Boden zu
stampfen", betont der VP- Planungssprecher.

Dworak fordert von den Stadtverantwortlichen den Blick über die
Stadtgrenzen hinaus: Der New Yorker District "Meatpacking" ist etwa
halb so groß wie das Gebiet in St. Marx und war lange Zeit als
Standort für Fleischfabriken bekannt. "Durch geschicktes
Stadtteilmanagement ist dieses Viertel New Yorks - dank der Schaffung
von Kulturflächen, Implementierung von attraktiven Bauprojekten und
einem gezielten Grünflächenmanagement - zum Lebens- und
Szenemittelpunkt vieler Stadtbewohner geworden. Diese Projektplanung
könnte von den Verantwortlichen der Stadt Wien leicht analysiert und
für den Bereich St. Marx adaptiert werden", so Dworak.

Der VP-Planungssprecher fordert daher:

- Nutzung der Rinderhalle unter Einbindung des Wien Museums.
Kulturelle Nutzungen sollen die Belebung des Büro- und
Gewerbestandorts auch abends und in der Nacht ermöglichen. Weiters
gäbe es die Möglichkeit, die Rinderhalle zu einer Dependance der
Stadthalle zu machen oder dort etwa Publikumsveranstaltungen des ORF
stattfinden zu lassen.

- Ansiedlung von nationalen und internationalen Medienunternehmen als
Kristallisationspunkt für den Mediengewerbepark muss forciert werden.
Die Wirtschaftsagentur Wien soll gemeinsam mit der ABA des Bundes
eine dementsprechende Ansiedlungsstrategie erarbeiten.
Infrastrukturelle Anreize und Impulsförderungen der Stadtregierung
sollen begleitend realisiert werden.

- Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, was mit den für
den ORF vorgesehenen großen Baufeldern geschieht, sofern der ORF
nicht in das Gebiet umsiedelt. Bürobauten sind keine Lösung! Im
Umkreis von St. Marx gibt es einige Bürobauten mit einer
Leerstandsrate von bis zu 60 Prozent. Daher braucht es, wie das
Beispiel Meatpacking District zeigt, ein gezieltes Grünflächen- und
Kulturmanagement, das die Freiflächen mit Leben füllt.

- Die Buslinie 77A soll so geführt werden, dass das Areal von St Marx
durch diese Linie verkehrstechnisch erschlossen wird, damit die
bestehenden und zukünftigen Arbeits-, Ausbildungs-, Kultur- und
Gastronomieangebote möglichst direkt angesteuert werden können.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T:(+43-1) 4000/81 916, F:(+43-1) 4000/99 819 60
mailto:[email protected]

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