- 11.07.2011, 08:28:53
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Nachbarskater aus Fenster erschossen - VIER PFOTEN fordert Anklage für schießwütigen Bernsteiner
Staatsanwaltschaft Eisenstadt muss Tierquälerei-Paragraph endlich ernst nehmen
Wien (OTS) - Wieder einmal verfolgt die Tierschutzorganisation
VIER PFOTEN einen Fall von Tierquälerei im Burgenland. In Bernstein
wurde nun ein Kater sogar aus dem Fenster des Nachbarhauses
kaltblütig erschossen. Das liebgewonnene Familienmitglied "Kasimir"
unterstützte die chronisch kranke Halterin auch maßgeblich bei ihrer
tiergestützten Therapie und hatte somit einen besonderen Wert.
Angezeigt wird der mutmaßliche Täter daher wegen Sachbeschädigung und
Tierquälerei.
"Die Sachlage ist klar und trotzdem müssen wir aus Erfahrung
wieder befürchten, dass die Staatsanwaltschaft Eisenstadt untätig
bleibt. Der Tierquälerei-Paragraph 222 StGB, gemäß dem auch für
mutwillige Tötung bis zu einem Jahr Gefängnis droht, war in den
letzten Jahren in zahlreichen Fällen kein Anlass die Täter
anzuklagen", so VIER PFOTEN-Geschäftsführerin Johanna Stadler. "Falls
es diesmal wieder nicht zur Anklage kommt behalten wir uns
juristische Schritte gegen die Staatsanwaltschaft vor."
Ob angeschossene oder mit Fallen verstümmelte Katzen, vergiftete
Kröten oder illegal eingesperrte Füchse - die Staatsanwaltschaft
Eisenstadt stellt Verfahren nach §222 jedes Mal ein und gibt den
Tätern damit einen Freibrief zur Tierquälerei. VIER PFOTEN fordert,
dass das Strafgesetzbuch im Burgenland genauso ernst genommen wird
wie im übrigen Bundesgebiet.
Im aktuellen Fall wurde die Tat erst bestritten, dann gestanden
und Geld angeboten. "Eine Katze ist ein fühlendes Lebewesen und wird
als Familienmitglied gesehen", weiß Stadler, "das kann man nicht
einfach mit Geld wieder lebendig machen." Kater Kasimir
war zudem in Ausbildung und für den professionellen Einsatz in der
tiergestützten Therapie vorgesehen. Der mutmaßliche Täter soll auch
in der Vergangenheit immer wieder mit einem Luftdruckgewehr auf
Straßenlaternen, Vögel und sogar Menschen geschossen haben. Auch in
eine von ihm aufgestellte Falle soll der nun erschossene Kater laut
Halterin bereits einmal geraten sein.
Fotos des Katers mit der tödlichen Schusswunde in Druckqualität
sind auf Anfrage honorarfrei erhältlich.
Rückfragehinweis:
Jürgen Faulmann
0664/122 1367
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