GSK öffnet Forschungslabor für externe Wissenschaftler zur Erforschung von Krankheiten in Entwicklungsländern
Speziallabor von GSK in Tres Cantos, Spanien, Innovativer Ansatz zur Förderung globaler Zusammenarbeit
Wien (OTS) - Acht Forscher von sechs medizinischen
Forschungsorganisationen aus vier Ländern haben im Juni 2011 mit
Forschern von GlaxoSmithKline im "Offenen Labor" von GSK in Tres
Cantos/Spanien zu arbeiten begonnen. GSK will damit die weltweite
Forschung im Kampf gegen Krankheiten in Entwicklungsländern - wie
Malaria und resistente Tuberkulosestämme - fördern.
2010 hat GSK die geplante Zusammenarbeit der eigenen Forscher mit
externen Wissenschaftlern zur Entwicklung von Medikamenten im auf
Krankheiten in Entwicklungsländern spezialisierten GSK-Labor
außerhalb von Madrid angekündigt. Dadurch erhalten Forscher von
Universitäten, Non-Profit-Organisationen und andere
Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, gemeinsam mit rund 120 GSK
Forschern zu arbeiten und dabei von deren aktuellem Fachwissen und
dem neusten Stand der Technik zu profitieren.
"Die Herausforderung, die Gesundheit in Entwicklungsländern zu
verbessern, ist enorm und für einzelne Organisationen oder
Unternehmen viel zu komplex. Erfolg setzt kreatives Denken voraus und
die Identifizierung von neuen Wegen für die Zusammenarbeit von
Industrie, Hochschulen, NGO's und Regierungen" sagt Nick Cammack,
Senior Vizepräsident und Leiter des Tres Cantos Forschungscampus.
"Wir stehen vollständig hinter diesem Projekt, dessen Start ein
bedeutender Schritt vorwärts ist in eine neue, offenere Annäherung,
um die Erforschung von neuen Medikamenten gegen tödliche Krankheiten
in Entwicklungsländern zu fördern."
Die Hälfte dieser Projekte wird direkt von der Tres Cantos Open
Lab Foundation gefördert, einer von GSK gegründeten und mit 6 Mio.
Euro Kapital ausgestatteten Non-Profit Organisation, um entsprechende
Forschungsprojekte zu unterstützen.
Unter den aktuellen Projekten ist eines zur Identifizierung und
Optimierung von Wirkstoffen, die gegen multiresistente
Tuberkulosestämme getestet werden könnten. Es gibt drei weitere
Projekte gegen Malaria, darunter eines, bei dem ein potentieller
Wirkstoff aus dem Chemielabor von GSK überprüft wird, sowie einen
neuen Forschungsansatz gegen Leishmaniose verursachende Parasiten.
"Das ist ein innovatives Model für die Zusammenarbeit in der
Forschung, mit dem Potential eines entscheidenden Wandels der Medizin
in den Entwicklungsländern", sagt Professor Sir Leszek Borysiewicz,
Beauftragter und Präsident des Aufsichtsrats der Tres Cantos Open Lab
Foundation und Vizekanzler der Universität Cambridge.
Über die Projekte:
iThemba Pharmaceuticals: Ein 6-Monats-Projekt zu Erforschung von
potenziellen neuen Wirkstoffen gegen Tuberkulose, im speziellen gegen
multiresistente Bakterienstämme und bei Co-Infektion mit HIV/AIDS.
CRESIB, Spanien (The Barcelona Centre for International Health
Research): Ein 2-Jahres-Projekt, um die kontinuierliche Versorgung
mit Malaria P. vivax Parasiten im Blutstadium zu sichern. Bei Erfolg
bedeutet dieses Projektes einen technologischen Durchbruch zur
weiteren Erforschung von P.Vivax.
CICbioGUNE, Spanien: Ein 18-Monats-Projekt zur Charakterisierung
des Profils von mit multiresistenten Tuberkulosestämmen und dem
Malariastamm. P. falciparum infizierten Zellen.
Durham University, England: Ein 9-Monats-Projekt zur
Identifizierung von möglichen Wirkstoffen gegen Parasiten der Klasse
Kinetoplastida.
Weill Cornell Medical College, Amerika: Dieses 24-Monats-Projekt
ist der Versuch, mögliche Wirkstoffe gegen sowohl nicht-resistente,
multiresistente als auch resistente Tuberkulose Stämme (MDR, XDR) in
der Nicht-Wachstumsphase zu identifizieren.
Imperial College London, Drug Discovery Centre and The Wellcome
Trust Sanger Institute: ein 2-Monats-Projekt zur Identifizierung von
CDPK (calcium dependent protein kinase) Inhibitoren unter den 13.500
Wirkstoffen die von GSK als wachstumshemmend bei P.falciparum
identifiziert wurden.
Über die Tres Cantos Open Lab Foundation: Die Tres Cantos Open Lab
Foundation konzentriert sich auf die Finanzierung und Unterstützung
von Forschern, Hochschulen und Institutionen, um neue Ideen zu
entwickeln und voranzutreiben, die zu neuen Medikamenten gegen
Krankheiten in Entwicklungsländern führen könnten. Forscher sind
eingeladen, Projekte zur Finanzierung und Zusammenarbeit
einzureichen, diese werden vom Aufsichtsrat und Präsidenten bewertet.
GlaxoSmithKline - eines der weltweit führenden
forschungsintensiven Pharma- und Gesundheitsunternehmen - engagiert
sich für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen, indem sie
ihnen ein aktiveres, gesünderes und längeres Leben ermöglicht.
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