- 08.07.2011, 12:59:08
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Caritas zu Pflegefonds-Beschluss: Erster Schritt in die richtige Richtung
Generalsekretär Bodmann: Solidarische und nachhaltige Pflegereform nötig
Wien (OTS) - "Der Pflegefonds ist ein erster Schritt in die
richtige Richtung, weitere Schritte müssen folgen", so Alexander
Bodmann, Generalsekretär der Erzdiözese Wien, zum
Pflegefonds-Beschluss im Nationalrat. Positiv beurteilt er die
Zusammenlegung der Zuständigkeit für Pflegegeld auf Bundesebene ab
2012. Durch das Pflegefondsgesetz werden aber lediglich die
Kostensteigerungen der Länder und Gemeinden bis einschließlich 2014
abgedeckt. "Darum gilt es, rasch eine solidarische und nachhaltige
Reform auf die Beine zu stellen", appelliert Bodmann an die politisch
Verantwortlichen.
Im Hinblick darauf fordert der Caritas Generalsekretär erneut
österreichweit einheitliche Standards und Leistungen für alle
Betroffenen. Hier brauche es aus Caritassicht leistbare und flexible
Angebote und einen bundesweit einheitlichen Rechtsanspruch auf
bestimmte Leistungen. Unterschiede und Ungerechtigkeiten zwischen den
Kostenbeiträgen für Leistungen in den einzelnen Bundesländern müssen
beseitigt werden. Weiters plädierte Bodmann, das "Risiko Pflege"
mittels solidarischer Finanzierung abzusichern. Eine reformierte,
zweckgebundene Erbschaftsteuer darf hier kein Tabu sein. Auch müsse
die Sachleistungsfinanzierung aus der Sozialhilfelogik herausgelöst
werden.
Dringenden Handlungsbedarf sieht Bodmann bei einer Förderung
pflegender Angehöriger als "größter Pflegedienst" Österreichs. Der
Pflegefonds sollte neben Leistungen für die Pflegebedürftigen auch
Leistungen für pflegende Angehörige wie Angehörigenberatung, soziale
Absicherung und Entlastungsangebote umfassen. Reformbedarf bestehe
auch bei der Pflegegeldeinstufung. Neben einer österreichweit
einheitlichen und transparenten Pflegegeldeinstufung fehlt es an
einer nachvollziehbaren Einstufung von Kindern mit Behinderungen
sowie einer entsprechenden Berücksichtigung der Situation von
Menschen mit Demenzerkrankungen.
Rückfragehinweis:
Julia Eisinger
Presse Caritas Erzdiözese Wien
Tel. 01/878 12-223, Mobil: 0664/829 44 11
E-Mail: [email protected]
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