- 07.07.2011, 14:37:37
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Erster Nachwuchs im Rahmen der Habichtskauz-Wiederansiedlung
Pernkopf: Besonderer Erfolg in Niederösterreich
St. Pölten (OTS/NLK) - Seit dem Frühsommer 2009 werden im Rahmen
des Projekts Habichtskauz-Wiederansiedlung sowohl im Biosphärenpark
Wienerwald als auch im Wildnisgebiet Dürrenstein junge Habichtskäuze
freigelassen bzw. ausgewildert. Dieser Tage konnte nun inmitten des
Biosphärenparks in der Krone einer Rotbuche Habichtskauz-Nachwuchs
entdeckt werden - es handelt sich dabei um die erste erfolgreiche
Brut im Rahmen des Projekts, an dem auch das Land Niederösterreich
beteiligt ist.
"Dass die Brut hierzulande schon im dritten Projektjahr
erfolgreich war, ist etwas Besonderes - im Bayerischen Wald wurde der
Habichtskauz bereits in den 70er Jahren wiederangesiedelt, doch dort
haben erste Bruterfolge zehn Jahre auf sich warten lassen. Die beiden
in Niederösterreich gelegenen Freilassungsstandorte Wildnisgebiet
Dürrenstein und Biosphärenpark Wienerwald sollen zum Brückenschlag
zwischen den verbliebenen Populationen in Slowenien, der Slowakei und
dem wieder angesiedelten Vorkommen im Bayerischen Wald dienen, Ziel
ist die nachhaltige Vernetzung mitteleuropäischer
Habichtskauz-Bestände", hält angesichts des Bruterfolges in
Niederösterreich der niederösterreichische Naturschutz-Landesrat Dr.
Stephan Pernkopf fest, der im vergangenen Frühling als "Taufpate"
eines jungen Habichtskauzes fungierte, der gemeinsam mit Artgenossen
diesen Sommer in Niederösterreich in die Freiheit entlassen wurde.
Die Eltern des dieser Tage im Biosphärenpark geschlüpften
Jungvogels haben - so die Informationen der ForscherInnen des
Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) - im
vergangenen Herbst zu einander gefunden, den Winter gemeinsam
überstanden und im Frühling einen Nistplatz ausgewählt. Das
Muttertier wurde im Jahr 2009 geboren und im Alter von vier Monaten
freigelassen. Das Männchen ist ein Jahr jünger und stammt aus der
Eulen- und Greifvogelstation Haringsee. Wie bei Habichtskäuzen
üblich, werden die Elternvögel einander lebenslang treu bleiben. Bei
dem Jungtier handelt es sich, wie Federanalysen gezeigt haben, im
Übrigen um ein männliches Tier.
Der Habichtskauz gilt in Österreich seit Jahrzehnten als
ausgestorben, letzte erfolgreiche Bruten fanden vor mehr als einem
halben Jahrhundert statt. Seit 2009 bemüht sich unter der Leitung des
FIWI der Vetmeduni Vienna eine Gruppe von WissenschafterInnen, die
Wiederansiedlung dieser seltenen Waldeule in Österreich durch Zucht
und Freilassung junger Habichtskäuze zu unterstützen, das Bundesland
Niederösterreich zählt zu den zahlreichen Partnern des Projekts.
Nähere Informationen: Forschungsinstitut für Wildtierkunde und
Ökologie, Vetmeduni Vienna, Dr. Richard Zink, Telefon 0664/73 78 32
99, e-mail [email protected], www.habichtskauz.at.
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12156
www.noe.gv.at/nlk
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