AK kritisiert Ökostromgesetz: Geht auf Kosten der KonsumentInnen
Tumpel: Ausbau könnte KonsumentInnen mit 55 Euro belasten
Wien (OTS) - Die AK sagt ja zum Ausbau von Ökostrom und die
KonsumentInnen sind auch bereit, ihren Beitrag dazu zu leisten. "Was
aber heute im Parlament beschlossen wird, entspricht weitgehend nicht
wirtschaftlicher und ökologischer Vernunft: Hohe Förderungen alleine
sind kein Gütesiegel für effiziente Investitionen", sagt AK Präsident
Herbert Tumpel. Es muss darum gehen, den Bau kosten- und
energieeffizientester Anlagen zu fördern. Dieses Ziel wurde aber
weitgehenden über Bord geworfen - und das wird teuer für die
KonsumentInnen: Gegenüber der Regierungsvorlage hat nun der
Nationalrat eine weitere Belastung der KonsumentInnen beschlossen.
Das ist nicht gerecht: Die Haushalte, die nur ein Viertel des Stroms
ver-brauchen, tragen den größten Anteil der Ökostromförderung. Nach
Berechnungen der AK könnten die Kosten für die Förderung des
Ökostroms für einen durch-schnittlichen Haushalt rund 55 Euro
jährlich ausmachen, und zwar ohne Mehrwertsteuer. Dazu kommen noch
ständig steigende Strompreise. Die Industrie hingegen wird mit dem
heutigen Beschluss weiter geschont: Sie verbrauchen zwar knapp 20
Prozent des Stroms, zahlen aber nur knapp 6 Prozent der
Ökostromkos-ten.
Sonja Fercher
Tel.: +43-1 501 65-2153
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