OTS0113   7. Juli 2011, 11:30

ÖH zu Regierung: Studiengebühren für alle abschaffen

VfGH-Entscheid bietet Möglichkeit mit Altlasten aufzuräumen


Die Österreichische HochschülerInnenschaft ist höchst
erfreut über die Aufhebung der Studiengebühren durch den
Verfassungsgerichtshof, denn entgegen der allgemeinen Darstellung
müssen noch immer unzählige Studierende Gebühren zahlen.
"Studiengebühren wirken klar sozial selektiv - mit Einführung der
Studiengebühren haben 45.000 Studierende ihr Studium abgebrochen", so
Angelika Gruber vom ÖH-Vorsitzteam.

"Jetzt ist die Chance gekommen um mit den Altlasten der
ÖVP-FPÖ-Koalition endgültig aufzuräumen", sagt Janine Wulz vom
Vorsitzteam. "Durch die katastrophale finanzielle Absicherung von
Studierenden ist die Belastung auch ohne Studiengebühren immens hoch.
60% der Studierenden müssen im Schnitt 20 Stunden pro Woche arbeiten,
um sich ein Studium überhaupt leisten zu können. Der Europa-Vergleich
zeigt, dass nur in der Slowakei Studierende noch mehr arbeiten
müssen", so Wulz weiter.

"Österreich hat noch immer zu wenige StudienanfängerInnen im
Vergleich zum OECD-Schnitt. Um Studieren für mehr junge Menschen
attraktiv zu machen, müssen die Studiengebühren für alle abgeschafft
werden - auch für FH-Studierende", so Martin Schott vom Vorsitzteam
abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0113 2011-07-07 11:30 071130 Jul 11 NHO0003 0184



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Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
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