OTS0084   7. Juli 2011, 10:58

ÖH zu Medizin-Quote: Europäische Lösung statt Verzögerungstaktik

EMS-Test muss abgeschafft werden


Das EU-Moratorium für die Quotenregelung beim
Medizinstudium in Österreich läuft 2012 aus. Dazu Janine Wulz vom
Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung: "Die Quotenregelung ist ein
Auslaufmodell - es braucht für das Medizinstudium endlich eine
nachhaltige Lösung auf europäischer Ebene. Die verantwortungslose
Regierung schiebt die Probleme lieber vor sich her und will das
Moratorium hinauszögern. Schluss mit dieser planlosen
Verzögerungstaktik!"

"Für eine europäische Lösung könnte das skandinavische Modell der
Hochschulfinanzierung Vorbild sein, das Ausgleichszahlungen zwischen
den Staaten vorsieht", erklärt Peter Grabuschnig, ÖH-Generalsekretär.
Denn es besteht akuter Handlungsbedarf im Ausbau der Studienplätze:
"Österreich steuert auf einen ÄrztInnenmangel zu - die rigide
Beschränkungs-Politik der Regierung ist gescheitert", so Grabuschnig.

"Beim morgigen EMS-Test werden sich wie in der Vergangenheit von den
mehrheitlich weiblichen BewerberInnen die männlichen durchsetzen. Das
unfaire Auswahlverfahren benachteiligt Frauen strukturell", so
Angelika Gruber vom ÖH-Vorsitzteam. "Es muss eine reale
Chancengleichheit für alle BewerberInnen geben. Das unfaire
Zugangsverfahren und der drohende ÄrztInnenmangel sind wohl Grund
genug, den leidigen EMS-Test endlich abzuschaffen und mehr Geld in
die Universitäten zu investieren!", so das Vorsitzteam abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
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