Globale Aufklärungs-Initiative zur Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern erhält zwei Millionen Stimmen
Wien (OTS) - Die weltweite Aufklärungs-Initiative 1 Mission 1
Million - Herzenssache Schlaganfall (Getting to the Heart of Stroke)
vergibt 1 Million Euro an 32 Projekte, die durch Vorhofflimmern
bedingte Schlaganfälle verhindern wollen
Am 22. Juni konnte die Öffentlichkeit zum letzten Mal über 184
Projekte abstimmen, die sich um einen der Förderpreise aus der
Gesamtsumme von 1 Million Euro beworben hatten. Die Projekte wurden
von Einzelpersonen, Patientenvertretungen und Fachorganisationen aus
36 Ländern eingereicht und haben alle ein gemeinsames Ziel: Sie
sollen die öffentliche Wahrnehmung und das Verständnis für die
häufige Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern und das damit verbundene
Schlaganfallrisiko verbessern. Die Gewinner werden auf dem
diesjährigen Kongress der European Society of Cardiology (Europäische
Gesellschaft für Kardiologie) Ende August in Paris vorgestellt.
Vor drei Monaten rief die Schauspielerin Jane Seymour die
Öffentlichkeit dazu auf, über die Projekte von 1 Mission 1 Million
abzustimmen. Dieser Aufruf und der unermüdliche Einsatz der
Teilnehmer, ihre Projekte zu bewerben, führte zu der außergewöhnlich
hohen Anzahl von zwei Millionen Stimmen und 200.000 persönlichen
Kommentaren auf der internationalen Website www.heartofstroke.com und
den länderspezifischen Internetauftritten der Initiative (in
Österreich: www.herzenssache-schlaganfall.at).
"Ich bin von diesen Ergebnissen wirklich begeistert", sagte Jane
Seymour, Botschafterin von 1 Mission 1 Million: "Ich hätte nie
gedacht, dass so viele Menschen sich die Zeit nehmen, auf der Website
abzustimmen und Kommentare abzugeben. Eines unserer Ziele war es, uns
direkt an die allgemeine Öffentlichkeit zu wenden und sie zu den
Informationen zum Vorhofflimmern auf den Websites der Initiative zu
leiten. Ich habe meine Mutter durch einen Schlaganfall verloren, der
auf Vorhofflimmern zurückzuführen war. Es muss noch so viel mehr
getan werden, damit die Menschen sich dieses Risikos bewusst werden
und damit gewährleistet werden kann, dass sie den besten Schutz
erhalten - diese Projekte werden wirklich etwas bewegen."
Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung
und verursacht jährlich bis zu drei Millionen Schlaganfälle
weltweit.1), 2), 3) Dennoch ist den meisten Menschen der Zusammenhang
zwischen Vorhofflimmern und Schlaganfall nach wie vor nicht bekannt.
Das führt dazu, dass Millionen von Patienten nicht gut genug
geschützt sind.
Wie geht es weiter?
Alle abgegebenen Stimmen werden jetzt zunächst von einer
unabhängigen Organisation, die auf die Überprüfung von Wettbewerben
spezialisiert ist, verifiziert und validiert, um eine Manipulation
der Abstimmung auszuschließen. Sobald diese Verifizierung
abgeschlossen ist, werden alle Bewerber, die in der öffentlichen
Abstimmung erfolgreich waren oder durch die ergänzende Expertenwahl
ausgewählt wurden, informiert. Vor der Verleihung der Fördergelder
werden sie noch einmal hinsichtlich ihrer Teilnahmeberechtigung, der
Einhaltung der Teilnahmebedingungen und der Genauigkeit der
Informationen in ihrer Bewerbung überprüft. Die Bewerber, die einen
Förderpreis aus der Gesamtsumme von 1 Million Euro erhalten, werden
dann auf dem diesjährigen Kongress der European Society of Cardiology
in Paris vorgestellt.
"Es ist wichtig, dass wir alles in unserer Macht stehende tun, um
die Öffentlichkeit über Schlaganfälle, die durch Vorhofflimmern
bedingt sind, aufzuklären. Diese sind tendenziell schwerwiegender als
andere Schlaganfälle, gehen mit einem stärkeren Behinderungsgrad
einher und verlaufen häufiger tödlich als andere Schlaganfälle",
sagte Eve Knight, Unterstützerin der Initiative und Geschäftsführerin
der AntiCoagulation Europe (ACE). "AntiCoagulation Europe, als ein
Partner der Initiative, ist sich sicher, dass 1 Mission 1 Million
weltweit über die Medien, die Website und die Informationsmaterialien
ganz erheblich zur Aufklärung über das Schlaganfallrisiko durch
Vorhofflimmern beigetragen hat. Wir freuen uns auf die nächste Phase
dieser Kampagne, wenn die Preisträger bekanntgegeben werden und ihren
Förderpreis erhalten, damit sie ihre wichtige Aufgabe der Aufklärung
beginnen können."
Auf der Website www.herzenssache-schlaganfall.at erhalten Sie
nützliche Informationen zu Vorhofflimmern und Schlaganfällen sowie
den eingereichten Projekten. Hier können Sie auch die Ergebnisse des
Wettbewerbs verfolgen.
Anmerkungen für die Presse
Vorhofflimmern
Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung
weltweit: Bei circa 25 Prozent aller Menschen ab 40 Jahren kommt es
im Laufe ihres Lebens zu Vorhofflimmern. 1), 5) Vorhofflimmern ist
gekennzeichnet durch einen unregelmäßigen Herzschlag, häufig mit
einer zu schnellen oder zu langsamen Herzfrequenz. 6) Menschen mit
Vorhofflimmern haben ein bis zu fünffach erhöhtes Schlaganfallrisiko
im Vergleich zu Menschen ohne Vorhofflimmern. Durch Vorhofflimmern
bedingte Schlaganfälle sind tendenziell schwerwiegender als andere
Schlaganfälle, gehen mit einem stärkeren Behinderungsgrad einher und
sind häufiger tödlich. 4), 7), 8) Viele durch Vorhofflimmern bedingte
Schlaganfälle könnten vermieden werden, aber viele Menschen sind sich
ihres Risikos nicht bewusst und unternehmen keine aktiven Schritte
zur Schlaganfallprävention. 9)
1 Mission 1 Million
1 Mission 1 Million - Herzenssache Schlaganfall (Getting to the
Heart of Stroke) ist die erste Aufklärungsinitiative ihrer Art. Sie
wird von führenden Gesundheitsexperten und Patientenorganisationen
unterstützt - darunter AntiCoagulation Europe (ACE), Atrial
Fibrillation Association (AFA), Stroke Alliance for Europe (SAFE) und
World Heart Federation (WHF) - und von Boehringer Ingelheim
finanziell gefördert. Die weltweit von medizinischem Fachpersonal und
Organisationen eingereichten Projektvorschläge wurden von einem
Gremium führender Experten auf dem Feld des Vorhofflimmerns geprüft,
und die Öffentlichkeit war ab dem 22. März 2011 eingeladen, online
darüber abzustimmen. Die Abstimmung endete am 22. Juni 2011 und die
Projekte mit den meisten Stimmen erhalten nach einer Überprüfung bald
eine finanzielle Unterstützung für ihre Umsetzung. Die Mitglieder des
Expertenausschusses bestimmen zudem sieben Sonderpreise, die sich
"Expertenwahl" nennen - Projekte, die nach Meinung der Experten eine
spezielle Anerkennung verdienen. Es stehen insgesamt 32 Förderpreise
von 10.000 Euro bis 100.000 Euro in einer Gesamthöhe von 1 Million
Euro zur Verfügung.
Die Unterstützer der Kampagne
Über 40 Organisationen weltweit unterstützen 1 Mission 1 Million -
Herzenssache Schlaganfall. Weitere Informationen zu diesen
Organisationen, darunter den vier globalen Unterstützern, erhalten
Sie unter: www.heartofstroke.com / www.herzenssache-schlaganfall.at
Boehringer Ingelheim
Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den
20 führenden Pharmakonzernen. Mit Hauptsitz in Ingelheim,
Deutschland, ist Boehringer Ingelheim weltweit mit 145 verbundenen
Unternehmen vertreten und beschäftigt insgesamt mehr als 42.000
Mitarbeiter. Die Schwerpunkte des 1885 gegründeten Unternehmens in
Familienbesitz liegen in der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie
im Marketing neuer Produkte mit hohem therapeutischem Nutzen für die
Humanmedizin sowie die Tiergesundheit.
Für Boehringer Ingelheim ist die Übernahme gesellschaftlicher
Verantwortung ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur. Dazu
zählt das weltweite Engagement in sozialen Projekten ebenso wie der
sorgsame Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. Respekt,
Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie
bilden dabei die Basis des Miteinanders. Bei allen Aktivitäten des
Unternehmens stehen zudem der Schutz und Erhalt der Umwelt im Fokus.
Im Jahr 2010 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Gesamterlöse von
rund 12,6 Mrd. Euro. Fast 24 Prozent der Umsätze aus dem größten
Segment verschreibungspflichtige Arzneimittel investierte das
Unternehmen in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente.
Weitere Informationen zu Boehringer Ingelheim finden Sie unter
www.boehringer-ingelheim.at
Referenzen
1) Stewart S, Murphy N, Walker A, et al. Cost of an emerging epidemic: an economic analysis of atrial fibrillation in the UK. Heart 2004; 90:286-92. 2) Atlas of Heart Disease and Stroke, World Health Organization, September 2004. Viewed March 2011 at www.who.int 3) Wolf PA, Abbott RD, Kannel WB. Atrial fibrillation as an independent risk factor for stroke: the Framingham Study. Stroke 1991; 22(8);983-88. 4) Saveliea I, et al. Stroke in atrial fibrillation: update on pathophysiology, new antithrombotic therapies, and evolution of procedures and devices. Ann Med 2007; 39:371-91. 5) Lloyd-Jones DM, Wang TJ, Leip EP, et al. Lifetime risk for development of atrial fibrillation: the Framingham Heart Study.Circulation 2004; 110:1042-6. 6) Goodacre S, et al. ABC of clinical electrocardiography. Atrial arrhythmias. Br Med J 2002; 324:594-7. 7) Lin HJ, Wolf PA, Kelly-Hayes M, et al. Stroke severity in atrial fibrillation: the Framingham study. Stroke 1996; 27:1760-4. 8) Kelly-Hayes M, et al. The influence of gender and age on disability following ischemic stroke: The Framingham Study. J Stroke Carebrovasc Dis 2003; 12:119-266. 9) Hart GR, et al. Meta-analysis: Antithrombotic therapy to prevent stroke in patients who have nonvalvular atrial fibrillation. Ann Intern Med 2007; 146:857-867.Vergrößern
Mag. Matthias Sturm
Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG
Leiter Kommunikation
Tel.: +43-1-80105-2742
E-mail: matthias.sturm@boehringer-ingelheim.com
Mag. Inge Homolka
Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG
Kommunikation
Tel: +43-1-80105-2230
Email: ingeborg.homolka@boehringer-ingelheim.com














