- 07.07.2011, 09:59:42
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Sensation im Wienerwald: Erstmals Habichtskauz-Nachwuchs in freier Wildbahn
Seit dem Aussterben erster Bruterfolg - Wiederansiedelung des Habichtskauzes in Österreich
Wien/Purkersdorf (OTS) - Seit Jahrzehnten gilt der Habichtskauz in
Österreich als ausgestorben. Letzte erfolgreiche Bruten fanden vor
mehr als einem halben Jahrhundert statt. Vor einigen Tagen entdeckte
Richard Zink, Projektleiter und Wildbiologe vom Forschungsinstitut
für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI), eine wissenschaftliche
Sensation: Inmitten des Biosphärenparks Wienerwald fand er in der
Krone einer mächtigen Rotbuche ein kleines Habichtskauz-Kücken.
Seine Eltern haben im letzten Herbst zusammen gefunden, den kalten
Winter gemeinsam überstanden und im Frühling einen Nistplatz
ausgewählt. Das Weibchen wurde im Jahr 2009 geboren und im Alter von
vier Monaten freigelassen. Das Männchen ist ein Jahr jünger; es kam
aus der Eulen- und Greifvogelstation Haringsee in den Wienerwald.
Wie bei Habichtskäuzen üblich, werden sich die Elternvögel lebenslang
treu bleiben.
"Die erste erfolgreiche Brut ist ein wesentlicher Meilenstein im
österreichischen Habichtskauz-Projekt", freut sich Walter Arnold,
Leiter des Forschungsinstitutes für Wildtierkunde und Ökologie
(FIWI). "Sie zeigt, dass die Bemühungen der Kooperationspartner -
Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, Land
Niederösterreich, Österreichische Bundesforste - und weiterer
Projektbetreiber, den Habichtskauz in den heimischen Wäldern
wiederanzusiedeln, erfolgreich sind."
Seit 2009 bemüht sich unter der Leitung des FIWI der Vetmeduni
Vienna eine Gruppe ambitionierter Wissenschaftler, die
Wiederansiedlung dieser seltenen Waldeule in Österreich durch Zucht
und Freilassung junger Habichtskäuze zu unterstützen. Dass die Brut
in Österreich bereits im dritten Jahr erfolgreich war, ist in der Tat
etwas Besonderes. Im Bayerischen Wald wurde der Habichtskauz bereits
in den 1970er Jahren wiederangesiedelt. Dort ließen erste Bruterfolge
zehn Jahre auf sich warten.
Die beiden Freilassungsstandorte Wildnisgebiet Dürrenstein und
Biosphärenpark Wienerwald wurden bewusst zum Brückenschlag zwischen
den verbliebenen Populationen in Slowenien, der Slowakei und dem
wiederangesiedelten Vorkommen im Bayerischen Wald gewählt. Ziel ist
die nachhaltige Vernetzung mitteleuropäischer Habichtskauz-Bestände.
Rückfragehinweis:
Österreichische Bundesforste AG Mag. Pia Buchner, Unternehmenskommunikation Tel.: 02231-600-2123 mailto: [email protected] Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie Dr. Richard Zink, Projektleitung Tel.: 0664-737 83 299 mailto: [email protected]
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