• 06.07.2011, 12:45:37
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ÖZIV: Wir brauchen ein nachhaltig finanzierbares Pflegesystem!

Interessenvertretung fordert Einbindung der Betroffenen-Organisationen

Wien (OTS) - Die Ankündigung von Sozialminister Rudolf
Hundstorfer, ein nachhaltig finanzierbares Pflegesystem für die Zeit
nach 2014 entwickeln zu wollen, wird vom Österreichischen
Zivil-Invalidenverband (ÖZIV) begrüßt. Alle
Betroffenen-Organisationen müssten dabei in die Verhandlungen
einbezogen werden. "Das hat der Minister uns bei einem
Gesprächstermin zugesagt", so ÖZIV-Geschäftsführerin Hedi Schnitzer.

Zustimmung des ÖZIV ernten die Forderungen der Wiener
Seniorenbund-Landesvorsitzenden Ingrid Korosec. "Sie formuliert die
richtigen Fragen", so ÖZIV-Präsident Klaus Voget: "Wie hoch wird der
Pflegeaufwand in Zukunft sein? Wie wird er sich auch aufgrund der
demografischen Entwicklung gestalten? Und wer soll das bezahlen?"
Insbesondere die jährliche Valorisierung des Pflegegeldes ist schon
längst überfällig.

In diesem Zusammenhang begrüßt der ÖZIV die Pflegeeinigung vor der
Sommerpause. "Das Thema Pflege darf nicht für parteipolitische
Spielchen oder Machtdemonstrationen der Länder missbraucht werden",
so Schnitzer.

Nur durch die Einbeziehung aller Betroffenen-Organisationen könne
ein Pflegesystem entwickelt werden, das den tatsächlichen
Anforderungen der Betroffenen entspricht. "Das betrifft insbesondere
Menschen mit Behinderung. Denn weder die Sozialpartner noch
Senioren-VertreterInnen können deren Wunsch nach einer
selbstbestimmten Lebensführung verstehen und ihre Anliegen
vertreten", so Schnitzer abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖZIV - Österreichischer Zivil-Invalidenverband
Tel. 01/513 15 35-31
www.oeziv.org

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