• 06.07.2011, 11:56:33
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Bucher: BZÖ aus staatspolitischer Verantwortung für Ortstafel-Kompromiss

Wien (OTS) - "In Gesprächen mit Bürgern aus anderen Bundesländern
hat man die Ortstafeldiskussion in Kärnten oft mit Nationalismus
gleichgesetzt, ohne sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen.
Dabei hat kein anderes Bundesland so eine leidvolle Geschichte zu
ertragen gehabt, aber auch so viel Treue gegenüber Österreich und
Patriotismus gezeigt. Kärnten ist geprägt von unterschiedlichen
Menschen und Kulturen, aber auch von unglaublich viel Heimatliebe und
Heimatstolz", stellte heute BZÖ-Bündnisobmann Klubobmann Josef Bucher
im Rahmen der Diskussion über die Beschlussfassung der
Ortstafel-Lösung fest.

Bucher betonte, dass der Streit um zweisprachige Ortstafeln seit
Jahren nicht im Alltagsleben vorkomme. "Die Bevölkerung im
zweisprachigen Gebiet lebt längst miteinander und nicht
nebeneinander. Jetzt hat man in einem mühevollen Prozess zueinander
gefunden, obwohl man 2006 einer Lösung bereits sehr nahe war. Die SPÖ
hat damals aus parteipolitischen Überlegungen der Mut verlassen.
Hätte die SPÖ damals zugestimmt, gäbe es schon seit fünf Jahren eine
Lösung", erörterte der BZÖ-Chef.

"Kärnten ist schon sehr lange ein modernes und vielfältiges Land, in
dem Tradition und Brauchtum ein wichtiger Bestandteil sind. Das ist
nichts Schlechtes und kein Kleingeist, sondern Heimatliebe. Kärnten
ist ein tolles Urlaubsland, besitzt eine zukunftsweisende Wirtschaft
und hat viel Zukunftstechnologie zu bieten, dank fleißiger
Arbeitnehmer und tüchtiger Unternehmer. Es ist im Interesse des BZÖ,
das von Medien oft falsch gezeichnete Bild Kärntens zurechtzurücken.
Das BZÖ ist daher aus staatspolitischer Verantwortung für diesen
Kompromiss. Wir wollen kein politisches Kleingeld wechseln. Die
Menschen haben sich Ruhe und eine Zuwendung zu den wirklichen
Herausforderungen verdient", so Bucher weiter.

Der BZÖ-Bündnisobmann zollte Staatssekretär Josef Ostermayer, der die
BZÖ-Vorschläge in den Kompromiss einfließen habe lassen, Anerkennung.
Kritik übte Bucher am unwürdigen Verhalten des Herrn Inzko. "Man
erwartet sich von einem Diplomat mehr Verantwortung und Treue zu dem,
was man paktiert hat."

"Nach dem heutigen Beschluss ist es notwendig, sich umso mehr der
zukünftigen Weiterentwicklung Kärntens, insbesondere was
Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Wohlstand der Menschen
betrifft, zu widmen", sagte Bucher.

Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

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