• 06.07.2011, 11:18:28
  • /
  • OTS0108 OTW0108

Oberstufenreform darf nicht an fehlenden Finanzmitteln scheitern

"Volksbegehren Bildungsinitiative" fordert ausreichende Budgetmittel für notwendige Bildungsreformen

Wien (OTS) - Nach dem parteipolitischen Schlagabtausch ist die
neue modulare Oberstufe doch noch vor den Ferien in die Begutachtung
gegangen. Das Bundesministerium verspricht sich von dieser Reform, zu
der die ÖVP vor allem eine Verschärfung der Aufstiegsklausel
beigetragen hat, nicht weniger als eine neue Lernkultur,
Individualisierung, bessere Leistungen durch LernbegleiterInnen für
SchülerInnen mit akuten Lernschwächen , ebenso die bessere Förderung
von Hochbegabten. Motivierte SchülerInnen, mehr Freude am Lernen,
weniger Schulangst und unterm Strich weniger SitzenbleiberInnen. Die
damit verbundenen Einsparungen werden aber erst im Vollausbau
schlagend, bis dahin und ab 2012/13 sind erhebliche Mehrkosten zu
veranschlagen.

Denn neue Maßnahmen brauchen zusätzliches Personal für die
Lernbegleitung, zusätzliche Zeitressourcen für individuelle Beratung
der SchülerInnen, für Besprechungen der sie unterrichtenden
LehrerInnen und für die Organisation der individuellen Studienpläne.
Reinhart Sellner von den "LehrerInnen fürs Bildungsvolksbegehren"
kennt den Teufel, der im Detail steckt und im restriktiven
Budgetrahmengesetz der Bundesregierung. Die Verhandlungen des BMUKK
mit den LehrerInnengewerkschaften über Personal- und Abgeltungsfragen
haben noch gar nicht begonnen, und schon zitiert der Standard aus dem
Ministerium, die Qualität der Reform sei jedoch "abhängig von den
finanziellen Möglichkeiten" (APA, 5.7.2011). Sellner dazu: "Diese
Aussage zeigt, wie notwendig das "Volksbegehren Bildungsinitiative"
ist. Ohne den Druck einer breiten Öffentlichkeit laufen überfällige
Reformen Gefahr, "kostenneutral" zusammengestutzt zu werden." Und die
"neue Lernkultur" ist keine Sache der AHS-Oberstufe und der
Berufsbildenden Schulen, sondern beginnt beim flächendeckenden Ausbau
ganztägiger Kindergärten. Es brauche die Überwindung der
schmerzhaften Schnitt-Stelle am Ende der Volksschule durch ganztägige
gemeinsame Schulen für alle Kinder und im universitären Bereich die
ausreichende Finanzierung von wissenschaftlicher Forschung und Lehre,
so Sellner.

"Wenn Österreich nicht sitzenbleiben will, braucht es das
Engagement der SchülerInnen, der Eltern und Großeltern, der
StudentInnen, der LehrerInnen und ElementarpädagogInnen, der
WissenschafterInnen, der demokratischen Öffentlichkeit,
zukunftsorientierte Bildungspolitik statt kleinkarierter
Parteipolitik", ist sich die Initiative "Wir LehrerInnen für's
Bildungsvolksbegehren" einig.

Rückfragehinweis:
Volksbegehren Bildungsinitiative (VBBI)
Mag.a Theresa Aigner, Pressereferentin
Tel.: 01/3100740-24
mailto:[email protected]
http://www.vbbi.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BFZ

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel