• 05.07.2011, 14:48:22
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"LLL:2020-Strategie" - Hundstorfer: Arbeitslosigkeitsrisiko für Geringerqualifizierte minimieren

Präsentation der österreichischen Strategie zum lebensbegleitenden Lernen - Ausbildungsgarantie weiterentwickeln

Wien (OTS/SK) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat heute,
Dienstag, bei der Präsentation der österreichischen Strategie zum
lebensbegleitenden Lernen (LLL:2020-Strategie) bekräftigt, dass
Bildung und Ausbildung ein wirksamer Schutz gegen Arbeitslosigkeit
sind. Es zeige sich, dass fast die Hälfte der arbeitslosen Menschen
in Österreich maximal lediglich über einen Pflichtschulabschluss
verfügen. Daher besteht, so Hundstorfer, ein grundlegendes Ziel der
LLL:2020-Strategie darin, das "Arbeitslosigkeitsrisiko für geringer
qualifizierte Menschen durch verstärkte Ausbildung und Qualifizierung
zu minimieren". Der Minister warb bei der Präsentation der
LLL:2020-Strategie im Bildungsministerium auch für eine
Weiterentwicklung der Ausbildungsgarantie: "Das Recht auf Ausbildung,
entweder schulisch oder beruflich, soll allen Jugendlichen bis 18
Jahre zur Verfügung stehen", sagte Hundstorfer. ****

Minister Hundstorfer plädierte weiters dafür, die
Weiterbildungsmaßnahmen auch für weniger Qualifizierte
voranzutreiben. Handlungsfelder ortete der Sozialminister vor allem
beim "Ausbau von alternativen Übergangssystemen ins Berufsleben für
Jugendliche", bei "Maßnahmen zur besseren Neuorientierung in Bildung
und Beruf", aber auch bezüglich der "Bereicherung der Lebensqualität
durch Bildung in der nachberuflichen Lebensphase" - dies sind auch
zentrale Punkte jener zehn Aktionslinien, die in der
LLL:2020-Strategie definiert sind. So gelte es vor allem, den
Übergang von der Schule in eine berufliche Ausbildung zu verbessern.
Minister Hundstorfer dazu: "Es ist unser Ziel, dass jeder Schüler
spätestens einen Monat vor Schulpflicht-Ende weiß, welchen weiteren
Bildungsweg - Lehre oder Schule - er gehen wird". Eine wichtige
Maßnahme sei es hier, das Coaching auszubauen.

Um Menschen bei der beruflichen Weiterbildung und Neuorientierung zu
unterstützen, gibt es umfangreiche AMS-Förderangebote zur
Qualifizierung (pro Jahr mit rund 700 Millionen Euro dotiert). Auch
die Bildungskarenz eröffne den Beschäftigten wichtige Chancen zur
Weiterbildung und Neuorientierung, sagte Hundstorfer. Durch
Unterstützung bei der Anerkennung von Qualifikationen und
Nostrifizierung von Abschlüssen sollen Menschen mit
Migrationserfahrung bei der Entfaltung ihrer Potentiale gefördert
werden.

Überdies müsse in der nachberuflichen Phase die Teilhabe und
Chancengleichheit gestärkt werden. Lernen biete Seniorinnen und
Senioren die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln, um z.B.
Qualifikationen für ehrenamtliche Tätigkeiten zu erwerben oder den
Alltag trotz vieler Neuerungen im technischen Bereich weiterhin gut,
selbstständig und unabhängig zu meistern (z.B. durch Computerkurse).
Hier gehe es in der Hauptsache um wohnortnahe und niederschwellige
Bildungsangebote für ältere Menschen, unterstrich Hundstorfer bei der
gemeinsamen Pressekonferenz mit Bildungsministerin Claudia Schmied
sowie Wissenschaftsminister Töchterle und Wirtschaftsminister
Mitterlehner.

Service: Die Strategie zum lebensbegleitenden Lernen in Österreich
(LLL:2020-Strategie) zum Nachlesen und als Download gibt es unter
http://www.bmukk.gv.at (Schluss) mb/sv

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

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