- 05.07.2011, 13:34:38
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Leitl begrüßt LLL-Strategie der Bundesregierung
WKÖ-Forderung nach individuellem Bildungskonto aufgenommen - Lebenslanges Lernen wichtig für Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts
Wien (OTS/PWK494) - "Ich freue mich über die Präsentation des
Papiers zum Lebenslangem Lernen LLL durch die Bundesregierung und
hoffe, dass das Ziel der Entwicklung einer österreichischen
LLL-Strategie damit das notwendige Commitment erhält, das dieses
Thema aus Sicht der Wirtschaft verdient", betont Christoph Leitl,
Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich der von
der Bundesregierung heute, Dienstag, vorgestellten "Strategie zum
lebensbegleitenden Lernen in Österreich". Leitl wies in diesem
Zusammenhang darauf hin, dass die WKÖ gemeinsam mit den
Sozialpartnern bereits vor drei Jahren mit dem Papier \x{2588}Chance
Bildung\x{2588} ein umfassendes Ziel- und Maßnahmenpaket vorgelegt hatte,
das eine Basis des heute vorgestellten Konzepts der Bundesregierung
darstelle. Die EU-Mitgliedsstaaten verpflichteten sich auch,
umfassende und in sich konsistente nationale LLL-Strategien zu
entwickeln.
Leitl: "Lebenslange Lernprozesse sind wichtig für die
Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich. Die
LLL-Strategie der Bundesregierung kann jetzt als Referenzdokument und
strategischer Rahmen für die anstehenden Bildungsreformen dienen."
Besonders wichtig sei eine umfassende Transparenz zwischen den
Abschlüssen aus unterschiedlichsten Bildungssegmenten. Große Hoffnung
werde dahingehend in den nationale Qualifikationsrahmen (NQR)
gesetzt, der eine Signalwirkung für die Gleichwertigkeit von
berufsbildenden und allgemeinbildenden Abschlüssen haben wird. Leitl
zeigt sich auch erfreut, dass die seit langem vorgebrachten
Vorschläge der Wirtschaft, hinsichtlich der Einführung eins
individuellen Bildungskontos in das Papier Eingang gefunden haben.
Lebenslanges Lernen sei generell mehr als Weiterbildung, demnach
Lernprozesse altersunabhängig und lernerzentriert gestaltet sein
sollen.
"Diesbezüglich sollen nicht Bildungsstrukturen und Institutionen,
sondern die Lernprozesse Fokuspunkte der Politik sein. Die
unterschiedlichen Bildungsbereiche - von der Vorschulbildung, über
Schulbildung, berufliche Bildung, Hochschulbildung, Ausbildungen des
AMS bis zur allgemeinen und beruflichen Weiterbildung - müssen
aufeinander abgestimmt werden", so Leitl. Die spezifisch
österreichische Problemstellung im Bildungssektor liege unter anderem
darin, dass Österreichs Bildung bisher von einer Vielzahl von
Akteuren, Anbietern und einer relativ starken Segmentierung zwischen
einzelnen Bildungsbereichen gekennzeichnet ist. Die nötige Abstimmung
der Kompetenzen der verschiedenen mit der Steuerung von
Bildungsprozessen befassten Bundesministerien, Landesregierungen und
Gemeinden erfolgte zu wenig. "Die Wirtschaftskammern Österreichs
haben mit dem WIFI den größten Weiterbildungsanbieter Österreichs mit
jährlich 365.000 Kursteilnehmern und sind bereit, auch weiterhin
aktiv am wichtigen Zukunftsprojekt \x{2588}Bildungsreform\x{2588} mitzuarbeiten.
Die LLL-Strategie des Bundes ist diesbezüglich ein richtiger Schritt,
dem weitere Reformschritte folgen müssen", so Leitl abschließend.
(BS)
Rückfragehinweis:
ibw - Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft
Mag. Thomas Mayr,
Tel.: (++43) 01 54516710
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