• 05.07.2011, 12:30:57
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ÖGV: Hirnschmalz statt Vermögensteuern

Höchststeuerzahler verunglimpft, Bildungsmuffel gefördert

Wien (OTS) - "Auch wenn von allerhöchster Stelle nachgeholfen
wird, bleibt die undifferenzierte Forderung nach Vermögenssteuern
falsch. Wenn 40% der Steuerzahler keine Steuern entrichten, davon 15%
auch keine Sozialabgaben zahlen und die Abgabenquote insgesamt
dennoch bei beinahe 43% liegt, wird der Staatshaushalt offenbar zu
einem größeren Teil von den viel gescholteten "Reichen" finanziert,
als es so manchem "Gerechtigkeitsfanatiker" lieb ist", kommentiert
Stephan Blahut, Generalsekretär des Österreichischen Gewerbevereines
(ÖGV), die wieder und wieder aufflammende Diskussion um
Vermögensteuern oder artverwandten Abgaben. "Gleichzeitig diskutieren
wir Höchstzahlen bei schulische Nichtgenügend. Das passt gut
zusammen, ist aber kurzsichtig".

Blahut hält fest: "Fakt ist, dass das eine Prozent Bestverdiener in
Österreich bereits jetzt knapp ein Viertel der Abgaben entrichten,
die "Oberen 10%" steuern dabei weit über 50% bei. Der Verweis auf die
USA (10% Vermögenssteuern) hält in Anbetracht von knapp 25%
amerikanischer Gesamtbelastung nicht stand." Fakt sei weiters, dass
ein Grossteil der Pflichtschulabgänger nicht die Voraussetzungen für
eine Lehrausbildung oder eine höhere schulische Bildung mitbringe.
"Während aber im Schulbereich zumindest eine strapaziöse Diskussion
über Verbesserungsmöglichkeiten erkennbar ist, die dann und wann auch
eine Hürde überspringt, bleibt der wahren Geldvernichtung in einer
vielfältigen Verwaltung jedes Reformvorhaben erspart. Dies mit immer
neuen Steuern zu finanzieren, statt gegenzusteuern ist fahrlässig."

Zwtl. Eigenverantwortung und Unternehmertum fördern

Jene Steuerzahler, die gut ausgebildet, über Jahrzehnte ihr hart
verdientes und schon einmal versteuertes Geld vorsichtig veranlagt,
Wohnungen gekauft, mit ihren Investitionen die Wirtschaft gefördert,
für die eigene Zukunft verantwortungsvoll vorgesorgt hätten, würden
für die bewiesene Eigenverantwortung bestraft. Jene die Aus- und
Weiterbildung oder gar unternehmerisches Engagement mieden, würden
belohnt. "Das ist keine Absage an den Sozialstaat, sondern ein
Bekenntnis zur Förderung und Forderung in einem schlanken
Wissensstaat", fährt Blahut fort und schließt: "Die Motivation der
Bürger etwas Eigenes zu schaffen, muss gefördert und nicht schon im
Keim erstickt werden. Eine tatsächlich gerechte Abgabenverteilung
fordert von allen Bürger und Unternehmen einen fairen Beitrag und ist
darauf ausgerichtet, Bildung und damit unternehmerisches Denken und
Tun zu fördern, statt dies mit immer neuen Finten zu behindern."

Zwtl. Der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV)

Der Österreichische Gewerbeverein ist als unabhängige
Interessenvertretung die Plattform für inhabergeführte Unternehmen
vom Gründer über Familienunternehmer bis zum Weltmarktführer. 3.500
Mitglieder stehen für ein langfristiges, verantwortungsvolles und
nachhaltiges unternehmerisches Engagement. Sie stehen mit Namen und
Person für die Konsequenzen des eigenen Handelns ein und übernehmen
somit vorbildlich eine gesellschaftliche Verantwortung.

Der ÖGV ist seit 1839 dem freien Unternehmertum und individueller
Freiheit verpflichtet. Wir leben Leistungsbereitschaft und
Eigenverantwortung als Voraussetzungen für privates Eigentum. Unsere
Mitgliedsfirmen sind sich der besonderen Verantwortung für ihr Umfeld
bewusst!

Rückfragehinweis:

Österreichischer Gewerbeverein
   Mag.(FH) Stephan Blahut
   Generalsekretär
   Tel.: +43 1 587 36 33
   mailto:[email protected]
   www.gewerbeverein.at

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