ANSCHOBER: Ökostrom-Entscheidung am Donnerstag - bleibt Österreich das Land der Sonnenfinsternis?
Seit Jahren behindert und verhindert die Bundesregierung den Ausbau von Solarstrom und hat Österreich zum Schlusslicht in der EU gemacht.
Linz (OTS) - Bayern hat einen Anteil von 5 Prozent, Tschechien 3,3
Prozent, Deutschland 2 Prozent, Italien 1,3 Prozent, Belgien 0,9
Prozent Solarstrom am Gesamtstromverbrauch. Und der selbsternannte
Umweltvorreiter Österreich? Beschämende 0,14 Prozent. Oberösterreichs
Energie- und Umwelt-Landesrat Rudi Anschober übt vehemente Kritik:
"Das ist energiepolitisch und wirtschaftspolitisch ein Megaskandal.
Ein wesentlicher Teil grüner Technologien, die die Leitindustrie des
21.Jahrhunderts sein werden, wird in Österreich durch Deckelung auf
minimalstem Niveau im ÖKOSTROMGESETZ politisch motiviert klein
gehalten. Das schadet dem Klimaschutz, das schiebt die Energiewende
auf die lange Bank und das ist zutiefst technologie- und
wirtschaftsfeindlich. Denn Österreich kappt sich damit von der
Entwicklung einer Zukunftstechnologie ab und verspielt die Chance auf
zehntausende neue grüne Jobs. Denn ohne Heimmarkt keine
Arbeitsplätze."
Nächste Woche wird vom Nationalrat über die Novellierung des
Ökostromgesetzes entschieden. LR Anschober: "Der vorliegende Entwurf
bringt zwar Verbesserungen, erfüllt aber weitaus nicht die
Erfordernisse. Denn die Deckelung soll bleiben, damit soll das
politisch motivierte Kleinhalten bleiben und auch die überbordende
Verbürokratisierung der Genehmigungsverfahren soll bleiben."
LR Anschober fordert daher ein umfassendes Nachbessern des Entwurfes
vor allem bei der Förderung von Solarstrom: "Die Barrieren für
Bürger, die in Solarstrom investieren wollen, müssen weg. Der Deckel
muss genauso fallen wie die Überbürokratisierung. Das wird zur
entscheidenden Nagelprobe!"
Mag. Rudi LEO,
Pressesprecher,
Tel: +436648299969,
rudi.leo@ooe.gv.at,
Promenade 37,
4020 Linz,
www.anschober.at














