Gesundheitsziele - Minister Stöger: Soziale Faktoren berücksichtigen
Einkommenssituation und Bildungsgrad wesentliche Faktoren für Gesundheit
Wien (OTS/SK) - Gesundheit hängt wesentlich von sozialen Faktoren
ab. Das betonte Gesundheitsminister Alois Stöger am Montagabend beim
"Policy Dialog" zum Thema "Gesundheitsziele" in der Wiener Urania.
"Menschen, die Zugang zu höherer Bildung haben, leben länger", sagte
Stöger. Bildungsgrad, Arbeitssituation und Einkommen wirken sich
stark auf die Gesundheit eines Menschen aus. ****
"Wir wissen alle, dass Gesundheit von vielen Faktoren abhängig ist",
betonte Stöger. Mit dem Bildungsgrad eines Menschen hängt in der
Regel die Arbeitssituation zusammen. Je höher die Bildung, umso
größer die Chance, einen erfüllenden Job und ein entsprechendes
Einkommen zu haben. Schlechte Arbeitsbedingungen korrelieren mit
geringerer Lebensdauer. "Wir wissen, dass die Arbeitsbedingungen
große Auswirkungen darauf haben, wie lange jemand lebt", sagte
Stöger. Schlimmer sei die Situation noch bei Arbeitslosigkeit. Diese
wirke sich oft drastisch auf den Gesundheitszustand aus.
Die Frage sei nun: "Wie kann man die Lebensbedingungen gesünder
gestalten?", so Stöger. Wie schafft man Zugang zu gesunder Ernährung
für einen Arbeiter auf der Baustelle? Wie kommen Kinder zu einer
gesunden, frischen Jause? Bei der Formulierung von Gesundheitszielen
müssen diese Faktoren berücksichtigt werden. "Es ist ja ein Ziel,
länger zu leben, bei guter Gesundheit", so Stöger.
Es sei daher wichtig, bei der Ausarbeitung von Gesundheitszielen
einen ressortübergreifenden Dialog zu führen. Soziale Fragen, Fragen
der Bildung, der Gesundheit und des Sports spielen eine Rolle. "Das
Bemühen für eine neue Schule ist auch Gesundheitsarbeit", sagte
Stöger. (Schluss) pep/bj
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