- 05.07.2011, 09:21:34
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Förderzusagen der dritten Jurysitzung 2011: Genre-Auffrischung für den österreichischen Film
Wien (OTS) - Zur dritten Jurysitzung des Jahres wurden 41 Projekte
mit einer Gesamtantragssumme von 4.180.027 Euro eingereicht. Die
Jury, bestehend aus Susanne Guggenberger, Eric Pleskow, Sonja B.
Zimmer und Peter Zawrel, erteilte 12 Projekten eine Zusage - eine
Fördersumme in Höhe von 754.350 Euro wurde vergeben. Sechs der
Zusagen gingen an Spielfilmprojekte, sechs an Dokumentarfilme -
darunter die im österreichischen Film nur selten vertretenen Genres
Science Fiction und Animation.
Fünf Projekten wurde eine Herstellungsförderung in Gesamthöhe von
571.000 Euro zugesagt:
Mit dem Spielfilm DIE AUSGEZEHRTEN meldet sich Regisseur und Autor
Valentin Hitz - KALTFRONT und RATRACE reüssierten bereits
international - zurück. Das im Rahmen des Dramatikerstipendiums der
Stadt Wien 2008 geförderte Drehbuch strickt eine beklemmende
Zukunftsvision: Gesellschaftlich aktuelle Entwicklungen wie
Schulden-Makel, Absicherungswahn, Zweiklassengesellschaft haben sich
verschärft, die Angst vor sozialem Abstieg und das Geschäftemachen
mit dem Tod beherrschen das System. Vor diesem düsteren Hintergrund
begegnen sich im abgeriegelten Wien zwei Figuren konträrer Lager -
verkörpert von Alexander Scheer und Jana Pallaske - eine Chance für
die Menschheit? Im Sci-Fi-Film-Noir spielen Nicholas Ofczarek,
Anatole Taubman und Ursula Strauss weitere Rollen, die Freibeuter
Film produziert.
Die österreichisch-kroatische Koproduktion HALIMA'S PATH erzählt
die tragische, aber befreiende Geschichte der muslimischen Halima,
die ihren Adoptivsohn im Bosnienkrieg verliert und sich auf die Suche
nach der leiblichen Mutter macht. Regie führt der erfolgreiche
Filmemacher Arsen Anton Ostojic ("A Wonderful Night in Split").
Mit den Themen Bildung und Sozialisierung beschäftigt sich Erwin
Wagenhofer in seinem neuen Doku-Projekt ALPHABET (Prisma Film).
Stationen auf der ganzen Welt sollen Antwort geben auf die Frage nach
dem "Wohin" in einer Zeit der Krisen und menschlichen Entgrenzung.
Die Regie-Brüder Arash und Arman T. Riahi blicken in ihrem
Dokumentarfilm EVERYDAY REBELLION hinter die moderne Revolution im
arabischen Raum. Neue Formen von Protest, technologische Mechanismen
und der persönliche Beitrag werden anhand der "50 Taktiken einer
erfolgreichen Revolution" der serbischen Gruppe Opor untersucht.
ROLLENSPIEL begleitet Elfen, Feen und Orks auf
Wochenend-Schlachten zwischen Gut und Böse - eine Bestandsaufnahme
zum Massenphänomen Live-Rollenspiel von Andreas Geiger (Golden
Girls).
Sieben Projekten wurde eine Projektentwicklungsförderung in
Gesamthöhe von 183.350 Euro zugesagt:
Ein abendfüllendes Animationsprojekt entwickelt Virgil Widrich mit
der Amour Fou Film: MICROMEO handelt von der konfliktreichen Liebe
zwischen Bakterium und Antikörper im Mikrokosmos des menschlichen
Körpers - Shakespeare-Assoziationen dürften durchaus erwünscht sein.
Am Drehbuch zum Spielfilm KINDER DER STADT über die
Auseinandersetzung zweier Jugendgangs arbeiten Jakob M. Erwa und
Zoran Drvenkar (Produktion: Filmhaus), eine Adaption des Romans
"Cengiz & Locke". Erwa beschäftigte sich bereits bei seiner
ORF-Jugendserie TSCHUSCHEN-POWER mit dem Wiener Migrationsmilieu.
SIERRA ZULU: Kunsttheoretiker Johannes Grenzfurthner (monochrom)
wagt sich unter diesem Titel auf das Terrain der politischen Groteske
- und in ein Dorf namens "Sowjet-Unterzögersdorf". Eine
UN-Friedenstruppe gerät in ein explosives Geflecht aus Spionage und
Intrige.
Andreas Schmied schickt DIE WERKSTÜRMER auf die Barrikaden, als
ein steirisches Stahlwerk von einem Großkonzern übernommen werden
soll. Das bringt das ländliche Gefüge ins Wanken und eine junge Liebe
in die Balance - ein Projekt der Novotny & Novotny Film.
Weitere Zusagen für Projektentwicklung erhielten die Dokus GRÜN
GRÜN GRÜN über den Umgang mit der Natur (Produktion: WILDart Film)
und THE MAKING OF (THE FUTURE) der Dor Film über Energiesystem und
-wende, Mittelerhöhung erhielt das Projekt SUBSTITUTES von Péter
Kerekes.
Detaillierte Informationen sind auf www.filmfonds-wien.at abrufbar.
Rückfragehinweis:
Filmfonds Wien, Mag. Stefan Hahn
[email protected]
Tel.: +43 1 526 50 88-11
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