- 04.07.2011, 14:09:06
- /
- OTS0165 OTW0165
Bures und Hundstorfer zu Donauraum-Strategie: Gemeinsamen Wirtschafts- und Lebensraum von über 100 Mio. Menschen stärken
Staatssekretär Andreas Schieder: "Wohlstand und Lebensqualität für alle verbessern"
Wien (OTS/SK) - Ende Juni hat der Europäische Rat nach
zweijähriger Vorbereitungszeit die "EU-Donauraum-Strategie"
verabschiedet, die eine enge Länder- und sektionsübergreifende
Zusammenarbeit von EU- und Nicht-EU-Staaten zur Förderung des
Wirtschaftsraums Donau vorsieht. "Diese Region vereint 14 Länder, in
der über 100 Millionen Menschen leben. Was uns verbindet, ist der
gemeinsame Wirtschafts- und Lebensraum. Es geht darum, diesen Raum zu
stärken", betonte Infrastrukturministerin Doris Bures bei der
Auftaktveranstaltung "Die EU-Donauraum-Strategie und Österreich -
Ausgangspunkt, Chancen, Perspektiven" heute, Montag, in der Akademie
der Wissenschaften, bei der u.a. auch Sozialminister Rudolf
Hundstorfer, Finanzstaatssekretär Andreas Schieder und Bürgermeister
Michael Häupl teilnahmen. "Es geht darum, bei allen ökonomischen und
kulturellen Unterschieden dieser 14 Länder, eine Dynamisierung der
wirtschaftlichen Entwicklung des Donau-Raums zu erreichen und diese
Unterschiede auszugleichen", unterstrich Hundstorfer. ****
Österreich übernimmt im Rahmen der Donau-Raum-Strategie in drei
Prioritätsbereichen die Koordination. "Fragen rund um Verkehr,
Technologie und Innovation spielen dabei eine zentrale Rolle und in
vielen Bereichen ist Österreich hier führend", betonte Bures, die
gemeinsam mit Rumänien für den Bereich "Mobilität und Multimodalität"
verantwortlich ist. "Wir haben enorme Kapazitäten, was die
Donau-Schifffahrt betrifft", vor allem hinsichtlich einer
verbesserten Energie- und Kosteneffizienz von Gütertransporten, sagte
Bures. Gemeinsame Zielsetzungen seien bereits gesetzt, nun gehe es
darum, die konkreten Maßnahmen in den vereinbarten Zeitrahmen
umzusetzen. So sollen etwa Probleme in der Infrastruktur behoben und
das Management der Wasserstraßen effizienter gestaltet werden.
Außerdem soll es ein harmonisierendes Schifffahrts-Informationssystem
geben und der Mangel an qualifiziertem Personal in diesem Bereich
behoben werden. "Es geht darum, die Donauschifffahrt leistungsfähiger
und effizienter zu machen, um sowohl die ganze Region, aber vor allem
auch den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken", betonte Bures.
Hundstorfer: "Mensch muss im Mittelpunkt stehen"
Alle Projekte und Maßnahmen, die im Rahmen der Donauraum-Strategie
umgesetzt werden, müssen letztlich beim Menschen ankommen, betonte
Sozialminister Rudolf Hundstorfer. Er koordiniert gemeinsam mit dem
BMUKK und der Republik Moldau den Bereich "Menschen und
Qualifikationen". "Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen. Wir müssen
gemeinsam in Bildung und Ausbildung investieren. Bildung ist der
Schlüssel zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben" unterstrich
Hundstorfer. Wichtig sei der gemeinsame Wissensaustausch und
Austausch von Best-Practice-Beispielen sowie eine Weiterentwicklung
des Lebensbegeleitenden Lernens. Ziel sei, in der Bildungs- und
Arbeitsmarktpolitik die Zusammenarbeit zu verbessern. "Die Krise hat
gezeigt, dass Menschen ohne Ausbildung fast keine Chancen haben." Ein
Aktionsplan zur Bekämpfung von Armut und Arbeitslosigkeit im
Donauraum wurde bereits entwickelt und wird laufend ergänzt, sagte
Hundstorfer.
Schieder: "Mehr Wohlstand und Lebensqualität für alle Menschen
in der Region"
Als Vertreter des Bundeskanzleramts betonte Staatssekretär Andreas
Schieder, dass die Donauraum-Strategie ein "Symbol für die Verbindung
von Ost und West und für das Friedensprojekt Europa" sei. "Der
Donau-Raum ist vielfältig und heterogen. Es gibt Unterschiede in der
Kultur, Natur und vor allem auch in der Wirtschaftsleistung",
unterstrich Schieder. Die Europäische Union biete hier mit der
Unterstützung der Initiative der Donauraum-Strategie die große
Chance, dieses "Gebiet voller Gegensätze" zu vereinen und den
gemeinsamen Wirtschaftsraum zu stärken. "Es geht um mehr Wohlstand
und Lebensqualität für allen Menschen in dieser Region", unterstrich
Schieder.
Häupl: "Synergien optimal nutzen"
Für eine stärkere Zusammenarbeit der Städte, Gemeinden und Regionen
sprach sich auch Wiens Bürgermeister Michael Häupl aus. Österreich
ist gemeinsam mit Slowenien für den Bereich "Institutionelle
Kapazitäten" zuständig. Wien pflege schon seit langem internationale
Kontakte, Kooperationen und Netzwerke. Die Initiative "Centrope", die
sich um Wien und Bratislava konzentriert, sei hier ein
Best-Practice-Beispiel. "Das Ziel ist es, einen Mehrwert für die
Regionen und für Österreich generieren. Die Donauraum-Strategie
bietet die Chance, zielgerichtet transnationale Projekte umzusetzen
und Synergien optimal zu nutzen", so Häupl. (Schluss) sc/bj
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSK






