Gesundheitsbarometer - Gesundheitsminister Alois Stöger hat volle Unterstützung der Bevölkerung für Reformen
Zwei Drittel der Befragten zufrieden mit dem Gesundheitswesen - 74 Prozent für ein bundesweit einheitliches Spitalsgesetz
Wien (OTS/SK) - Ein Großteil der Bevölkerung ist mit der
Entwicklung der Gesundheitsversorgung in den letzten Jahren sehr
zufrieden, zwei Drittel beurteilen sie als besser oder gleich gut.
Drei Viertel der Österreicherinnen und Österreicher befürworten auch
die Reformpläne des Gesundheitsministers im Spitalswesen. "Ich freue
mich, dass die Bevölkerung meine Reformpläne so stark unterstützt",
betonte Gesundheitsminister Alois Stöger am Montag bei der
Präsentation der aktuellen Ergebnisse des Gesundheitsbarometers. ****
"Die Österreicherinnen und Österreicher sind sehr zufrieden mit dem
Gesundheitssystem", so Stöger. Auch in der Wirtschaftskrise habe es
in Österreich keine Leistungseinschränkungen, sondern sogar einen
Ausbau der Gesundheitsleistungen gegeben, erinnerte der Minister etwa
daran, dass seit dem September des Vorjahres jeder Mensch in
Österreich krankenversichert ist. "Trotzdem sind die Menschen
verunsichert und haben Angst, dass sich das Gesundheitssystem in
Zukunft zum Schlechten verändert. Sie erkennen die Notwendigkeit von
Reformen, um das hohe Niveau des Gesundheitssystems abzusichern und
auszubauen", so Stöger.
Um das zu erreichen, wird z.B. das Wartezeiten-Management für
Operationen eingeführt, das sichern soll, dass alle den gleichen
Zugang zu Gesundheitsleistungen haben. Wichtig sei auch, dass die
Finanzierung des Gesundheitssystems sichergestellt wird. "2010 haben
erstmals alle Gebietskrankenkassen ein positives Ergebnis erreicht",
unterstrich Stöger. Auch im niedergelassenen Bereich wurde mit den
Gruppenpraxen mehr Qualität in der Gesundheitsversorgung erreicht.
Bei den Spitälern, deren Kostensteigerung weit über dem BIP-Wachstum
liegt, sei es notwendig, steuernd einzugreifen. "Das ist auf
Bundes-Ebene möglich, indem wir statt derzeit zehn ein bundesweit
einheitliches Spitalsgesetz einführen. Auch 74 Prozent der
Bevölkerung sehen das so", erklärte der Gesundheitsminister. Der Bund
trägt 65 Prozent der Kosten für die Spitäler, diese sollen in Zukunft
nach gemeinsam erarbeiteten Finanzzielen ausgegeben werden, was über
die Hälfte der Befragten gutheißt.
Univ.-Prof. Peter Filzmaier vom Institut für Strategieanalysen
stellte die Ergebnisse des Gesundheitsbarometers im Detail vor. Im
Vergleich mit anderen EU-Staaten beurteilen 70 Prozent der
Österreicher die Gesundheitsversorgung in Österreich als besser, 15
Prozent als etwa gleich gut. Für das Gesundheitssystem verantwortlich
ist für 83 Prozent der Befragten der Staat. Vier von fünf Befragten
sind für Leistungstransparenz in Spitälern - sie wollen mehr
Informationen über Krankenhäuser, um deren Qualität beurteilen zu
können. Bei der Umfrage wurden von März bis April 2011 rund 1.000
Personen ab 16 Jahren per Telefon befragt.
Die Presseunterlage mit den Ergebnissen des Gesundheitsbarometers
finden Sie unter http://www.spoe.at/presseunterlagen.html (Schluss)
bj/mb
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