• 04.07.2011, 09:54:50
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Hundstorfer: Stiftung "Automobil Steiermark" mit Mitteln aus EGF erfolgreich abgeschlossen

Europäischer Globalisierungsfonds (EGF) ermöglicht Qualifizierung von 327 Personen - zwei weitere Anträge von EU-Kommission bewilligt

Wien (OTS/BMASK) - "In den nächsten Tagen wird die Förderperiode
des Europäischen Globalisierungsfonds der Stiftung "Automobil
Steiermark" - sie erhielt aus dem EGF bereits 5,7 Millionen Euro -
erfolgreich abgeschlossen", berichtet Sozialminister Rudolf
Hundstorfer am Montag.****

Die 327 an der Stiftung teilnehmenden Personen wurden im August
2008 gekündigt. Von den StiftungsteilnehmerInnen erreichten
mittlerweile 44 Prozent einen HTL- oder Universitätsabschluss, 11
Prozent eine WerkmeisterInnen-Ausbildung, 24 Prozent sonstige
technische Höherqualifikationen und 11 Prozent wurden für den
Pflegebereich umgeschult. "Durch diese Stiftung war es möglich, die
Personen zielgenau und intensiv weiterzubilden. Damit steigen auch
ihre Chancen auf hochqualifizierte Arbeitsplätze", so Hundstorfer.

Jede Stiftung wird zu zwei Drittel durch den Europäischen
Globalisierungsfonds und zu einem Drittel von den betroffenen
Betrieben finanziert. Die Stiftung "Automobil Steiermark" war der
erste für Österreich bewilligte Antrag. Inzwischen sind zwei weitere
Anträge mit einem Volumen von 9,2 Millionen Euro von EU-Kommission
positiv beschieden worden. Ein vierter Antrag, der eine
Ausbildungsmaßnahme für TransportarbeiterInnen in Niederösterreich
und Oberösterreich betrifft, ist derzeit noch in Begutachtung.
Die beiden neuen Anträge wurden Mitte Juni von der Europäischen
Kommission beim Europäischen Globalisierungsfonds (EGF) stattgegeben.
"Mit diesem Beschluss ist der wesentliche Schritt gesetzt worden,
dass 9,2 Millionen Euro in zwei Stiftungen in die Steiermark und nach
Niederösterreich fließen können. Insgesamt profitieren davon 430
Menschen in diesen Stiftungen, die nun wesentlich vom Europäischen
Globalisierungsfonds mitfinanziert werden", unterstrich der
Sozialminister. Diese Menschen können nun ebenfalls langfristige
Ausbildungen wie HTL-Abschlüsse, Ausbildungen zu MeisterInnen oder
auch Pflegeausbildungen absolvieren. Es handelt sich dabei um 167
ehemalige ArbeiterInnen des Leiterplattenherstellers AT&S in Leoben
sowie weitere 356 gekündigte ArbeiterInnen aus 54 Unternehmen der
Grundmetallherstellung in Niederösterreich und der Steiermark", so
Hundstorfer.

EU-Globalisierungsfonds und Europäischer Sozialfonds

Der EU-Globalisierungsfonds hilft Menschen, die im Zuge von
Massenkündigungen arbeitslos werden. Er fördert Arbeitssuchende durch
entsprechende Aus- und Weiterbildungen und ermöglicht konkrete
Unterstützung bei der Arbeitssuche. Der EU-Globalisierungsfonds wurde
2007 vom Europäischen Parlament und vom Rat eingerichtet und ist mit
500 Millionen Euro jährlich dotiert - es besteht jedoch keine
Anspruchsberechtigung für die einzelnen Mitgliedsstaaten.
Ursprünglich war der EGF für jene Personen reserviert, die aufgrund
der Folgen der Globalisierung ihren Arbeitsplatz verloren haben. Im
Sommer 2009 wurden die Bestimmungen geändert und die Rolle des EGF
als Instrument für frühzeitiges Eingreifen gestärkt. So wurde der EGF
auch Teil der EU Maßnahmen zur Bewältigung der Finanz- und
Wirtschaftskrise. Das hat die bis dahin bescheidene Nachfrage nach
Mitteln aus dem Fonds sprunghaft gesteigert: Während 2007 und 2008
insgesamt 15 Anträge in Brüssel beantragt waren, gingen bis Ende Juli
2011 bereits mehr als 73 Anträge ein.

In Ergänzung zum EGF gibt es als weiteres wichtiges EU-Instrument
im Bereich Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik den Europäischen
Sozialfonds (ESF). Der ESF ist einer der beiden Strukturfonds, mit
dem die EU bestehende Unterschiede in den Mitgliedstaaten ausgleichen
will, um so den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt zu
fördern. Der ESF trägt dazu bei, dass (neue) Arbeitsplätze geschaffen
werden. Er unterstützt Menschen durch Ausbildung und Qualifizierung
und hilft, Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt abzubauen. Während
der EGF bei spezifischen Massenentlassungen mit europäischer
Dimension maßgeschneiderte Unterstützung für die entlassenen
Arbeitskräfte leistet, fördert der ESF strategische, langfristige
Ziele mit Hilfe von Mehrjahresprogrammen. Ziel der Europäischen Union
ist es, dass alle Menschen eine berufliche Perspektive erhalten.
Weitere Informationen: www.esf.at (schluss=

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag. Norbert Schnurrer, Pressesprecher des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2246
www.bmask.gv.at

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