• 01.07.2011, 12:38:26
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Bundeskanzler Faymann: Wir brauchen einen nationalen Schulterschluss für eine Zukunft ohne Atomkraft

Energiegipfel im Bundeskanzleramt - Herkunftsnachweis für Stromimporte - Einladung an NGOs und Energiewirtschaft zu weiteren Gesprächen

Wien (OTS) - "Die Regierung hat heute gemeinsam mit den Vertretern
der Energiewirtschaft und den Vertretern der NGOs Gespräche über den
Ausstieg unseres Landes aus der Atomenergie geführt und wir haben uns
dabei auf konkrete Aufgaben geeinigt", sagte Bundeskanzler Werner
Faymann heute, Freitag, im Anschluss an den Energiegipfel im
Bundeskanzleramt.

"Wir haben eine politische Einigung darüber erzielt, dass wir künftig
Klarheit über die Herkunft unseres Stroms haben wollen, einen
eindeutigen Nachweis. Dafür gibt es die Möglichkeit zu Regelungen im
eigenen Land, im Rahmen von Verordnungen und Gesetzen. Aber es ist
auch ein europäisches Thema. Wir brauchen dafür auch außerhalb
Österreichs eine durchgängige Zertifizierung", sagte Faymann. Die
österreichische Bundesregierung werde sich daher auch auf
europäischer Ebene dafür einsetzen. "Uns ist sehr an dieser Klarheit
gelegen, denn wir wollen keinen 'grauen Strom', von dem wir nicht
wissen, woher er kommt", so der Kanzler. Wie dies rechtlich umgesetzt
werden soll, werde geprüft.

"Wir sind uns einig, dass wir in Österreich überhaupt keinen
Atomstrom haben wollen. Daher müssen wir gemeinsam klären, wie man
auf mittlere Sicht Importe von Atomstrom verhindern kann", sagte
Faymann. Am besten sei dieses Ziel über ein atomfreies Europa
möglich. Doch müsse man derzeit auch alle anderen Möglichkeiten
ausschöpfen. "Die notwendigen Maßnahmen dazu wollen wir bis Herbst
zusammen erarbeiten."

Auch in die Umsetzung der österreichischen Energiestrategie werde man
die Vertreter von Energiewirtschaft und den NGOs intensiv einbinden.
"Bei der Energiestrategie geht es uns vor allem darum, die
Energieeffizienz zu erhöhen und die erneuerbaren Energiequellen
auszubauen", so Faymann.

"Um im Kampf gegen Atomstrom erfolgreich zu sein, brauchen wir einen
nationalen Schulterschluss gegen Atomenergie sowie einen
Schulterschluss auf europäischer und internationaler Ebene. Nur das
ist der richtige Weg in eine atomfreie Zukunft", so der
Bundeskanzler.

Rückfragehinweis:
Mag. Leo Szemeliker
Pressesprecher
Kabinett des Bundeskanzlers
Tel.: +43 1 531 15-2090
Mobil: +43 664 282 25 00

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