• 01.07.2011, 12:24:46
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Bärenwaise "Lucky" erreicht sicher seine neue Heimat

VIER PFOTEN ermöglicht artgerechte Zukunft für slowenisches Jungtier

VIER PFOTEN ermöglicht artgerechte Zukunft für slowenisches Jungtier

Wien (OTS) - Erst seiner Mutter entrissen und in einem Hinterhof
als Kuscheltier gehalten, dann konfisziert, überraschend entführt und
wiedergefunden - der erst wenige Monate alte Braunbär "Lucky" hat
schon mehr erlebt als so mancher Romanheld. Aber nun ist es
geschafft: Freitag Mittag kam er wohlbehalten an seinem Ziel in
Rumänien an.

Der Transfer startete am Donnerstag Nachmittag in Muta, einem
kleinen Ort in Slowenien, nur wenige Kilometer von der
österreichischen Grenze entfernt. Unter großem Medieninteresse wurde
der kleine Bär in ein Spezialfahrzeug von VIER PFOTEN gebracht, das
extra aus Bulgarien gekommen war. Das Auftauchen der ehemaligen
"Besitzer" von "Lucky" machte einen Polizeieinsatz notwendig, der
Transport wurde deshalb aus Sicherheitsgründen mit einer Eskorte bis
zur slowenischen Grenze begleitet.

Danach ging es in Richtung Budapest und weiter nach Rumänien. Um
den Stress für "Lucky" so gering wie möglich zu halten, gab es nur
kurze Pausen für einen Fahrerwechsel. Nach über zwölf Stunden Fahrt
erreichte die Gruppe schließlich den kleinen Ort Harghita im Kreis
Sibiu (ehemals Siebenbürgen), das Ziel der Reise.

In Harghita gründete VIER PFOTEN vor einigen Jahren eine
Bärenwaisenstation, um kleine Bären auf eine Wiederauswilderung
vorzubereiten. Sind diese Tiere nämlich zu lange in der Obhut von
Menschen, gewöhnen sie sich an den Umgang und können nicht mehr
zurück in die Freiheit entlassen werden. Die Gefahr, dass sie in
menschliche Siedlungen eindringen, wäre dann einfach zu groß.

Deshalb wird "Lucky" in den nächsten Jahren unter völliger
Abschottung von der Außenwelt auf ein Leben in der Wildnis
vorbereitet. Dann ist er von Menschen entwöhnt und kann in seine
Heimat, die slowenischen Wälder, zurückkehren.

"Wir sind sehr froh, dass wir die von uns angebotene, nachhaltige
und artgerechte Lösung für Lucky nun tatsächlich realisieren können",
gibt sich Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN,
erleichtert. "Wäre die Familie, die ihn angeblich gefunden hat,
sofort zu uns gekommen, hätten wir dem Kleinen sehr viel Leid
ersparen können. Aber nun geht es ihm gut - und alleine das zählt."

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Johanna Stadler, Mobil: 0664 122 1051

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