• 01.07.2011, 09:50:18
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Hundstorfer zu Arbeitsmarkt: Auch im Juni sinkt Arbeitslosigkeit - besonders bei Landzeitarbeitslosen und im Industriebereich

Vollzeitbeschäftigung wächst ebenso wie die Zahl der offenen Stellen

Wien (OTS/BMASK) - "Die Arbeitsmarktdaten sind ähnlich gut wie
Ende Mai, wir verzeichnen den 16. Monat in Folge eine sinkende
Arbeitslosigkeit", berichtete Sozialminister Rudolf Hundstorfer
Freitag nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten. Mit 207.944
vorgemerkte Arbeitslose ist die Zahl gegenüber dem Vergleichsmonat
des Vorjahres um 4.809 (-2,3 Prozent) zurückgegangen. So ergibt sich
eine Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent nach Eurostat. Das sei
weiterhin der zweitbeste Wert in der EU, so der Sozialminister. Die
Schulungen konnten aufgrund der guten Wirtschaftslage gegenüber dem
Vorjahr deutlich reduziert werden. So befanden sich im Juni 60.922
Menschen in Schulungen - das sind um 10.935 weniger als im Vorjahr.
Zählt man Arbeitslose und Schulungsteilnehmer zusammen, so befinden
sich im Juni um 15.744 weniger auf Arbeitssuche als im
Vergleichsmonat des Vorjahres, unterstrich Hundstorfer. ****

Kräftig ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Juni
zurückgegangen (-26,8 Prozent). Auch die Verweildauer in der
Arbeitslosigkeit ist im Sinken. "Stark wächst hingegen die
Beschäftigung mit +63.000 aktiv Beschäftigten. Das ist ein neuer
Beschäftigtenrekord für den Monat Juni. Seit Jahresbeginn wächst auch
die Vollzeitbeschäftigung wieder an, und die Zahl der offenen Stellen
steigt weiter - um 7,9 Prozent auf 36.653", bekräftigt Hundstorfer.
Insgesamt sinke die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen wie auch bei
den Männern und InländerInnen.

Besonders erfreulich sei es für ihn, wenn am Lehrstellenmarkt
eine Entspannung zu vermerken ist, so Hundstorfer. Die Zahl der
Lehrstellensuchenden sinkt im Juni immerhin um 5,4 Prozent auf 3.959;
die Zahl der offenen Lehrstellen steigt um 5,2 Prozent auf 3.063.
Damit sinkt die Lehrstellenlücke mit 896 auf Vorkrisenniveau. Für das
neue Lehrjahr wurden dem AMS bereits 11.693 (+786 oder +7,2 Prozent)
offene Lehrstellen gemeldet. "Der Lehrstellenmarkt wird sich also in
den kommenden Monaten noch weiter entspannen. Für alle, die trotzdem
keine Lehrstelle finden, steht natürlich weiterhin im Rahmen der
Ausbildungsgarantie der Bundesregierung ein Ausbildungsplatz zur
Verfügung", versicherte der Sozialminister.

In der Industrie gehe es bereits seit über einem Jahr steil
aufwärts. Die Industriearbeitslosigkeit - sie ist bereits im Vorjahr
um ganze 27,9 Prozent gesunken - sinkt nicht mehr so stark, aber
immer noch um 15,7 Prozent, so Hundstorfer. "Damit erreicht die
Industriearbeitslosigkeit beinahe das Niveau der Hochkonjunkturjahre
2007 und 2008. Das erkennt man auch an der Kurzarbeit; sie ist so gut
wie vorbei - statt zehntausenden KurzarbeiterInnen in der Krise gibt
es jetzt nur noch 227 in ganz Österreich", sagte der Minister. Die
Industriebundesländer Vorarlberg (-21,5 Prozent), Oberösterreich
(-11,1 Prozent) und Steiermark (-8,4 Prozent) verzeichnen daher die
beste Arbeitsmarktentwicklung. In Kärnten und Wien steigt die
Arbeitslosigkeit zwar leicht an, das ist aber fast vollständig durch
den Rückgang bei den Schulungen erklärbar.

Die Arbeitskräfteüberlassung boomt zwar nach wie vor (+10.627
Beschäftigte im Mai), der gleichzeitige leichte Anstieg der
Arbeitslosigkeit bei der Leiharbeit um 740 zeigt jedoch, dass eine
gewisse Sättigung eintritt, sagte der Minister abschließend
(Schluss).

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag. Norbert Schnurrer , Pressesprecher des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2246
www.bmask.gv.at

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