• 30.06.2011, 14:00:12
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"Erneuern, um zu wachsen" - Leitthema der WKÖ unverändert aktuell

WKÖ-Generalsekretärin Hochhauser und Generalsekretär-Stellvertreter Höllinger geben Einblick in Geschäftsbericht, Erfolge und Strategie der WKO

Wien (OTS/PWK482) - Im Rahmen des Wirtschaftsparlamentes gab
Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer
Österreich, einen Überblick über den Geschäftsverlauf und die Erfolge
der WKO im vergangenen Jahr. 2010 sei positiv für die
Wirtschaftskammerorganisation verlaufen, speziell hervorzuheben sei
der Export, so Hochhauser. Im vergangenen Jahr gab es einen Anstieg
von 16,7%, und im ersten Quartal 2011 ergab sich sogar ein Plus von
rund 22% gegenüber dem Vorjahresquartal. Hochhauser: "Gerade in den
Krisensituationen des heurigen Jahres - ob Erdbeben- und
Nuklearkatastrophe in Japan oder Unruhen in Nordafrika - wurde uns
die Bedeutung der unmittelbaren Präsenz unserer Vertreter vor Ort
deutlich vor Augen geführt. Unsere Außenwirtschaftsdelegierten vor
Ort waren als erste Ansprechpartner mit vollem Einsatz im
Krisenmanagement engagiert, wofür ihnen unser besonderer Dank
gebührt". Besonders erfreulich sei, dass die Fortführung der
Initiative "go international" von April 2011 bis März 2013 mit 35
Mio. Euro unterstützt wird.

Als weitere wichtige Erfolge der Wirtschaft im vergangenen Jahr
verwies die WKÖ-Generalsekretärin unter anderem auf die Förderung der
thermischen Sanierung in Höhe von 100 Mio. Euro p.a. auf vier Jahre,
die Entschärfung des Immissionsschutzgesetzes Luft und die
Verlängerung der Schwellenwerteverordnung.

Ein Meilenstein sei die Rot-Weiß-Rot-Karte, hob Hochhauser hervor.
Denn der Fachkräftemangel werde sich aufgrund der demografischen
Entwicklung weiter verschärfen. Vor diesem Hintergrund sei es der
Wirtschaft ein wesentliches Anliegen, auch das entsprechende
Potenzial der Arbeitskräfte im Inland zu nutzen und unser
Bildungssystem zu reformieren. Hochhauser: "Wir stehen mit den
zuständigen Ministerien im Dialog und haben eine Konzeption mit
Maßnahmen zur Attraktivierung der Dualen Ausbildung entwickelt".

Die Budgetkonsolidierung sei nicht nur positiv zu bewerten, hielt
Hochhauser fest. Gelungen sei es, Lohnnebenkosten-Erhöhungen zu
verhindern, zudem wurde erst kürzlich die Nachfolgeregelung für die
Montageregelung im Finanzausschuss behandelt. Erfolgreich wurde auch
eine weitere Beteiligung der Betriebe an der AGES-Finanzierung
abgewehrt. Aber auch die erst kürzlich gelungene Ausweitung der
Lohnnebenkostenförderung für Ein-Personen-Unternehmen sei ein
wichtiger Schritt für die heimische Wirtschaft, so Hochhauser.

"Im Bereich Verwaltungsreform wurde uns signalisiert, dass es
keinen Big Bang geben wird. Wir wollen hier aber dennoch nicht locker
lassen", sagte die Generalsekretärin und verwies auf die umfassenden
Reformvorschläge der WKÖ.

Herausforderungen sieht Hochhauser aktuell in der Energiepolitik:
"Beim Ökostromgesetz ist die Entlastung der energieintensiven
Betriebe zwar zu begrüßen. Doch durch die Erhöhung des jährlichen
Förderbudgets auf 40 Mio. Euro und durch eine gewisse Entlastung der
Haushalte entsteht eine Belastungsschieflage zu Lasten der kleinen
und mittleren Betriebe. Hier sehen wir noch dringenden
Nachschärfungsbedarf." Auch das überfallsartig ins Parlament
gebrachte Klimaschutzgesetz sei in der derzeitigen Form abzulehnen.
"Wir müssen hier eine gemeinsame Basis schaffen und die Sektorziele
neu definieren. Untragbar ist aus derzeitiger Sicht, dass die
finanziellen Auswirkungen für die Wirtschaft nicht absehbar sind".

Zum Lobbying-Gesetz stellte Hochhauser klar, dass es der WKÖ darum
gehe, dass "nicht aus ganz bestimmten Anlässen heraus eine gesamte
Branche mit Bürokratie" belastet werde.

Hochhauser zusammenfassend: "Wir arbeiten konsequent an den
Herausforderungen für unseren Wirtschaftsstandort. Die
Wirtschaftsdaten sind positiv, die Risikofaktoren liegen auf der
Hand. Unseren Standort fit zu machen, ist wichtiger denn je. Daher
setzen wir als Wirtschaftskammerorganisation auf nachhaltiges
Wachstum und schreiben unser Leitthema "Erneuern, um zu wachsen" für
das Jahr 2012 fort, weil es höchste Aktualität hat".

Strategie und Balanced Score Card

Die vielfältigen Aktivitäten der Wirtschaftskammerorganisation
werden unter diesem Leitthema gebündelt und synchronisiert,
erläuterte WKÖ-Generalsekretär-Stellvertreter Herwig Höllinger in
seinem Statement vor dem Wirtschaftsparlament. Es werde ein Bündel
von Maßnahmen und strategischen Aktionen erarbeitet, die in den
kommenden Monaten Zug um Zug umgesetzt werden. Basis der
strategischen Arbeit sei immer das Ziel, die Mitgliederzufriedenheit
und -bindung zu erhöhen, betonte Höllinger.

Eine dieser strategischen Aktionen steht unter dem Motto
"Österreich unternehmerisch machen". Der Fokus liegt darauf, das
Bewusstsein für die Bedeutung der Unternehmerinnen und Unternehmer in
unserem Land zu stärken. Höllinger: "Die Stärkung des Unternehmertums
in Österreich bildet eine zentrale Säule unserer
wirtschaftspolitischen Agenda 2010 bis 2015. Wir haben uns
vorgenommen, Überzeugungsarbeit in der Öffentlichkeit zu leisten und
zielen darauf ab, das Vermitteln unternehmerischer Werte wie
Risikobereitschaft, Verantwortungsbewusstsein, Selbständigkeit schon
früh in unserem Bildungssystem zu verankern, um einen
gesellschaftspolitischen Wandel hin zu unternehmerischem Denken zu
erreichen". Denn eine unternehmerisch denkende Gesellschaft leiste
einen wichtigen Beitrag für die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
eines Landes.

Neben einer Kommunikationsstrategie, welche die Wahrnehmung der
interessenpolitischen Durchschlagskraft erhöhen soll, wurde in den
letzten Monaten auch ein einheitliches Messgrößenmodell entwickelt,
das für alle strategischen Ziele der Balanced Score Card (BSC) der
WKO - gleichsam eine Ziellandkarte - gelten soll. "Nach dem Motto
"Miss es oder vergiss es" kann dadurch ein permanenter
Controlling-Kreislauf über alle Perspektiven der strategischen Ziele
aufgebaut werden", erläuterte Höllinger.

Ausgehend von den Vorgaben der WKO-BSC wurde die Balanced
Scorecard für die WKÖ abgeleitet; diese orientiert sich inhaltlich an
den Vorgaben der WKO-BSC, wurde jedoch bei einzelnen Zielen speziell
an die Anforderungen der WKÖ angepasst. Höllinger: "Der WKÖ-BSC 2015
liegen sieben Kernstrategien zu Grunde. Diese definieren unsere
mittelfristige strategische Ausrichtung zur Erreichung der Vorgaben
im WKO Zukunftsbild 2015 in den drei Strategischen Geschäftsfeldern
Interessenvertretung, Service und Bildung sowie in den Bereichen
Zusammenarbeit, Zielgruppenorientierung, Kommunikation und
Funktionäre bzw. Mitarbeiter".

Abschließend berichtete der Generalsekretär über den Auftritt der
Wirtschaftskammer in den Neuen Medien: "Die WKÖ ist seit einigen
Monaten auf Facebook vertreten, die gesamte
Wirtschaftskammerorganisation mit ihren zahlreichen
Zielgruppen-Accounts hat bereits mehr als 8.500 Fans. Unser Ziel ist
es, unsere Präsenz in diesen und weiteren Kanälen zu intensivieren,
um mit den Mitgliedern und der Öffentlichkeit in Dialog zu treten.
Wir stellen so auch in diesen Medien unsere Leistungen dar, bieten
Serviceleistungen interaktiv an und binden aktuelle Kampagnen in
unsere Kommunikation ein", so Höllinger. (PM)

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Stabsabteilung Presse
Mag. Rupert Haberson
Tel.: T:(+43) 0590 900-4362, F:(+43) 0590 900-263
mailto:[email protected]
http://wko.at/Presse

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