- 30.06.2011, 12:57:22
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Tiger-Blutschande im Zoo Schmiding
Zooexperte erklärt: "Artenschutzbeitrag ist gleich Null"
Salzburg (OTS) - Der Österreichische Tierschutzverein (ÖTV) übt
scharfe Kritik an der Tigerzucht im Zoo Schmiding in Krenglbach bei
Wels (OÖ). Nach ÖTV-Recherchen sind die zwei derzeitigen und vier
weitere Tigerbabys aus dem Jahr 2007 alle aus Inzestzucht entstanden.
Diese Form der Zucht sei, so ÖTV-Zooexperte Frank Albrecht,
keinesfalls ein "Beitrag zum Artenschutz", wie die Zooleitung
gegenüber der Öffentlichkeit behauptet. Es ist davon auszugehen, dass
ein Zuchtverbot für Tigerin Nadja nicht aufgrund einer
Überrepräsentation ihrer Blutlinie, sondern eher wegen des nahen
Verwandtschaftsgrades zu Tiger Taimur verhängt wurde.
"Es hat mich sehr verwundert, dass die Schmidinger Zooleitung die
Vierlingsgeburt 2007 und die Zwillingsgeburt in diesem Jahr als einen
erfolgreichen Beitrag zur Erhaltung einer bedrohten Tierart verkauft.
Solche Inzucht-Tiger verschwinden oft spurlos in dubiose
Tierhandelskanäle, weil diese Tiere keiner haben will", so Zooexperte
Frank Albrecht. "Dass der Zoo der Öffentlichkeit dennoch den Anschein
eines Artenschutzes vermittelt, ist nicht nur unseriös, sondern
angesichts der Blutschande auch äußerst fragwürdig."
Rückfragehinweis:
Österreichischer Tierschutzverein
Tel.: 0662/843255
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