• 30.06.2011, 12:00:40
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Grillitsch: Es steht Spitz auf Knopf für unsere bäuerliche Landwirtschaft

EU-Kommission will 6,5% Einkommenskürzung für unsere Bauern

Wien (OTS) - "Es steht Spitz auf Knopf für unsere bäuerliche
Landwirtschaft", sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Landwirtschaftssprecher
und Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch zu den von der EU-Kommission
für den Mehrjahreshaushalt von 2014 bis 2020 vorgeschlagenen
Kürzungen von 6,5% im Agrarhaushalt. Konkret heißt das für die erste
GAP (Gemeinsamen Agrarpolitik)-Säule - (Direktzahlungen und
Marktordnungssysteme) Kürzungen von 6,3% und für die zweite Säule
(Ländliche Entwicklung) von 4,7%.

"Diese Politik geht in die falsche Richtung", kritisiert der
Bauernbundpräsident. "Wenn der EU die Ernährungssicherheit und vitale
ländliche Räume etwas wert sind, dann muss sie das auch in ihren
Budgetplänen berücksichtigen", so der Bauernbundpräsident weiter.

Der ÖVP-Abgeordnete verwies auf den steigenden
Nahrungsmittelbedarf. Bis 2050 werden weltweit 70% mehr Lebensmittel
benötigt. "Die EU-Kommission will, dass unsere Bauern ökologischer
und wettbewerbsfähiger werden und kürzt ihnen gleichzeitig die
Ausgleichszahlungen. Damit fördert die Kommission eine Entwicklung in
Richtung industrielle Landwirtschaft, wie wir sie nicht wollen."
Präsident Grillitsch fordert deshalb weiter: "Ich erwarte mir auch
ein klares Bekenntnis von Herrn EU-Kommissar Johannes Hahn für eine
nachhaltige und kleinstrukturierte Landwirtschaft, denn diese
Vorstellungen von der EU-Kommission sind nicht tragbar."

Grillitsch erwartet in diesem Zusammenhang, dass gemeinsam mit dem
Vorsitzenden der EVP-Fraktion MEP Joseph Daul und dem Druck der
EU-Parlamentarier diese Kürzungsvorschläge noch verhindert werden.
Das EU-Parlament stellte erst kürzlich bei seiner Plenartagung in
Straßburg fest, dass die Mittel für Agrarpolitik gleich bleiben
sollten.

Begrüßenswert sei allerdings, dass sich EU-Kommissionspräsident
Jose Manuel Barroso mit seinen geplanten Kürzungen in der zweiten
Säule nicht durchsetzen konnte. "Der angekündigte Anschlag auf unsere
ökologisch wirtschaftenden Bäuerinnen und Bauern konnte damit
abgewendet werden. Denn das hätte einen unwiederbringlichen Schaden
für diese verursacht. In den kommenden Monaten geht es darum, für den
österreichischen Anteil an der Gemeinsamen Agrarpolitik zu kämpfen,
damit Österreich seine Mittel der zweiten Säule halten kann. Denn
durch das darin enthaltene Programm Ländliche Entwicklung werden
Arbeitsplätze nicht nur bewahrt, sondern auch geschaffen. In
Österreich gibt es durch das Programm 23.241 Beschäftigte mehr in den
der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Bereichen und 8.383
Beschäftigte mehr in der Landwirtschaft selbst", schloss Grillitsch.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
DI Reinhard Bärnthaler
Bauernbund Österreich, Brucknerstraße 6/3, 1040 Wien, www.bauernbund.at, ZVR-Zahl: 882814846
Tel.: +43 1 5058173- 24 , Mobil: +43 664 85 370 85 ,
E-Mail: [email protected]

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