OTS0067   29. Juni 2011, 10:06

ÖH Medizin Wien: Aus zwei mach keins - MedUni Wien ebnet Weg für Degradierung der Lehre und Frauenförderung

"Geringfügige Änderung der Geschäftsordung" vermengt Lehre und Frauenförderung zu einem Vizerektorat


"Die Medizinische Universität Wien, einstiger
Vorreiter Österreichs, mit einem eigens zuständigen Vizerektorat für
Personalentwicklung und Frauenförderung, hat gestern mit der
verkündeten Zusammenlegung der Vizerektorate für Personalentwicklung
und Frauenförderung mit dem Vizerektorat für Studium und Lehre einen
bedauerlichen Entschluss mit klarem Votum gegen die Lehre und die
Frauenförderung gesetzt", so Stefan Konrad, Vorsitzender der ÖH
Medizin Wien.

"Die Lehre stellt neben der Forschung eine der Kernaufgaben einer
Universität dar und steht insbesondere an der MedUni Wien durch
Umstellungen in den Diplomstudienplänen, Ausbau der postgradualen
Studien- und Lehrgänge, Implementation von Klinik und Lehre, der
drohenden fallenden Quotenregelung für österreichische
StudienanfängerInnen usw. vor immer neuen Herausforderungen. Für eine
bestmögliche Bewältigung, ist daher ein eigenständiges Vizerektorat
unumgänglich", setzt Katharina Göral, stv. Vorsitzende der ÖH Medizin
Wien, fort und ergänzt: "Die Einrichtung eines Vizerektorats für
Personalentwicklung und Frauenförderung war ein erfreulicher Schritt,
der an der MedUni Wien viele positive Akzente setzen konnte und nun
droht, ins Hintertreffen zu gelangen."

"Der Neubesetzung des Rektorates gingen monatelange
Meinungsdifferenzen zwischen Rektorat, Senat, und Unirat der MedUni
Wien voraus. Die Zusammenlegung der Vizerektorate wurde letztlich im
Senat gegen die Stimmen der Studierenden beschlossen. Die Agenden der
Frauenförderung werden somit jenen der Lehre untergeordnet. Sowohl
bei der Lehre, als auch der Frauenförderung wird nun mit Einbußen zu
rechnen sein müssen - oder waren die bisher umfangreichen Aufgaben
beider Vizerektorate nicht auslastend genug?" kritisiert Damir
Joldic, stv. Vorsitzender der ÖH Medizin Wien.

"Für die kommenden Semester werden wir uns weiterhin mit Nachdruck
unter anderem für verbesserte Studienbedingungen, faire
Zugangsregelungen, Optimierung klinischer Praktika, Erweiterung des
Platzangebotes einsetzen! Wir hoffen, dass nun die Bemühungen, für
'Gender Diversity' zu sorgen nicht im Sand verlaufen, da wir die
zukünftige Vizerektorin mit unseren Forderungen und Aktionen auf Trab
halten werden!" schließt das zukünftige Vorsitzteam der ÖH Medizin
Wien, Christian Orasche, Birgit Ludwig und Philipp Wimmer.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0067 2011-06-29 10:06 291006 Jun 11 NEF0003 0344



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