• 28.06.2011, 19:16:19
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"Vorarlberger Nachrichten", Kommentar: "Ja, es muss etwas geschehen"

Von Johannes Huber

Wien (OTS) - Stolz verkündete ÖVP-Chef Michael Spindelegger
gestern, dass es ihm gelungen sei, das Aufsteigen mit bis zu drei
Nichtgenügend zu verhindern. Tatsächlich sieht eine - typisch
großkoalitionäre - Kompromisslösung vor, dass es höchstens mit zwei
Fünfern möglich ist, in die nächste Klasse zu kommen.

So jämmerlich ist die Bildungspolitik geworden: Ein vernünftiger
Reformansatz wird nicht durchdacht. Man konzentriert sich vielmehr
auf die Frage des Sitzenbleibens, die sich in der neuen Oberstufe
kaum noch stellt.

Und außerdem: Zuerst verständigen sich SPÖ- und ÖVP-Vertreter auf
einen Reformentwurf. Wenig später fällt dem Chef der Volkspartei auf,
dass dieser in seinen Reihen nicht gut ankommt. Und zuletzt verkauft
er eine kosmetische Änderung in einer Nebenfrage als
Verhandlungserfolg.

"In der Bildungspolitik muss etwas geschehen, wir müssen aus der Enge
heraus", verkündet der steirische ÖVP-Obmann Hermann Schützenhöfer.
Recht hat er. Auch mit seinem Aufruf, das Bildungsvolksbegehren zu
unterstützen.

Rückfragehinweis:
Vorarlberger Nachrichten, Wiener Redaktion, 01/3177834-10

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