• 28.06.2011, 10:58:35
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FP-Frank: Wien muss wieder selbst Gemeindewohnungen bauen!

FP-Projekt der Eigeninitiative für Neumieter umsetzen

Wien (OTS/fpd) - Einmal mehr weist die Wohnbausprecherin der
FPÖ-Wien, LAbg. Henriette Frank in der Rechnungsabschlussdebatte auf
das starke Defizit im Wohnungsneubau hin. Wieder wurden die
Wohnbaufördermittel im Verhältnis zum Vorjahr gekürzt und es
entstehen nicht nur keine neuen Wohnungen, sondern durch
Zusammenlegungen, Veralterung usw. fällt auch bereits vorhandener
Wohnraum weg. Ein geringeres Angebot und eine starke Nachfrage treibt
die Preisspirale am Mietensektor in die Höhe. Auch wenn von Seiten
des Stadtrats Ludwig auf ein günstiges Mietzinsniveau verwiesen wird,
so kritisiert Frank, dass durch die Anhebung der Zugangsgrenzen immer
mehr Menschen, die sich teure Baukosten und Ausstattung sowie den
Richtwertmietzins leisten können, in die geförderten Wohnungen
einziehen, während Durchschnittsverdiener, Jugendliche oder
Mindestrentner sich diesen Status nicht mehr leisten können.

Sanierung reduziert wohl die Energiekosten, schafft aber keinen
zusätzlichen, dringend benötigten neuen Wohnraum. Vor allem allein
stehende Menschen oder Paare finden keine geeigneten Wohnungen, weil
diese Wohnungsgrößen zugunsten der Bedürfnisse von Großfamilien
vernachlässigt wurden. Wenn dann noch 25.000 Euro Baukostenzuschuss
für eine 50 m2 Wohnung gefordert werden und die Miete zwischen 7 und
9 Euro liegt, dann sind das keine leistbaren Alternativen.

Wien muss dringend die Wohnbauförderung aufstocken und wieder
konsequent jährlich 5000 Neubauwohnungen als Stadt errichten, damit
jene 28.000 vorgemerkten Wohnungssuchenden in absehbarer Zeit den
dringend benötigten Wohnraum erhalten können und nicht jahrelang auf
eine Zuteilung warten müssen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist aber
nicht, ständig Spezialprojekte für Jungfamilien, seniorengerechtes
Wohnen usw. zu errichten, sondern eine familiengerechte
Durchmischung. Wenn bereits 2030 in Wien 2 Millionen Menschen wohnen
sollen, dann sind jetzt dringend die Weichen zu stellen, um der
Bildung von Slums vorzubeugen und nicht zurück in den Beginn des 20.
Jahrhunderts zu fallen, wo sich Bettgeher und Mieter Wohnungen teilen
mussten.

Eine Möglichkeit für Neumieter Einstiegskosten zu sparen, ist das von
Frank bei einer Pressekonferenz vorgestellte Projekt der
Eigeninitiative. Wahlweise können hier Neumieter selber Böden
verlegen, Türen einbauen und wenn gewünscht Waschbecken etc. durch
billigere ersetzen. Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Wohnungen
sowie Leistungsbereitschaft lassen die Einstiegskosten sinken und
helfen jenen, die nicht über genügend Barmittel verfügen.

Die Stadt Wien ist gefordert, dringend kontinuierlich Neubauten zu
einem vernünftigen Preis sowohl in der Anschaffung als auch in der
Berechnung der Wohnkosten zu errichten, um Zustände wie in Paris,
Hamburg usw. zu verhindern. Es ist fünf vor zwölf und jede weitere
Verzögerung treibt die Wohnungssuchenden in die Obdachlosigkeit,
schließt Frank. (Schluss) hn

Rückfragehinweis:
FPÖ-Wien, Pressestelle

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