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OTS0106   28. Juni 2011, 10:54

Konferenz der Regierungschefs der Arge Alp in Zell am See

Burgstaller: Resolution "EU-Makroregion Alpenraum" wird unterzeichnet und Arge Alp-Energiepreis vergeben


Die Konferenz der Regierungschefs der
Arbeitsgemeinschaft Alpenländer, kurz Arge Alp, findet am Freitag, 1.
Juli, in Zell am See statt. Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller hat
in den vergangenen zwölf Monaten den Vorsitz in der Arge Alp geführt.
Das Land Salzburg wird diesen bei der Sitzung an den Kanton St.
Gallen übergeben.

"Die Themen Gesundheit, Bildung, Kultur, Natur- und Umweltschutz
sowie erneuerbare Energien standen im Salzburger Vorsitzjahr im
Vordergrund. Diese Schwerpunktsetzung spiegelt sich auch in der
Tagesordnung der Regierungschefkonferenz wider. Bei dieser Konferenz
werden eine Resolution zum Thema 'EU-Makroregion Alpenraum'
unterzeichnet und der mit 20.000 Euro dotierte Arge Alp-Energiepreis
für erneuerbare Energien vergeben", betonte Landeshauptfrau
Burgstaller heute, Dienstag, 28. Juni.

In den Mitgliedsländern der Arge Alp werden alljährlich rund zwei
Dutzend Veranstaltungen und Projekte durchgeführt. In Salzburg gab es
beispielsweise im Herbst 2010 eine Kooperation mit dem renommierten
Salzburger Bergfilmfestival "Abenteuer Berg - Abenteuer Film" im
Filmkulturzentrum Das Kino. Finanziell unterstützt wird von der
Arbeitsgemeinschaft die Ausstellung "Alpenlandschaft - Sehnsuchtsraum
und Bühne", die die Residenzgalerie Salzburg vom 15. Juli bis zum 6.
November 2011 zeigt und bei der sich die Arge Alp in einem eigenen
Raum präsentieren wird. Vorangetrieben wurde auch das Projekt "NURA",
das die Nutzung der natürlichen Ressourcen im Alpenraum für die
Verbesserung allergischer Atemwegserkrankungen zum Inhalt hat.
Weiters war Salzburg für die Abwicklung des Arge Alp-Energiepreises
für erneuerbare Energien zuständig. Der Arge Alp-Energiepreis wird an
Gemeinden, die sich besonders für die Nutzung erneuerbarer
Energieformen einsetzen, vergeben. Neu ist das Projekt "Pistenrettung
im Alpenraum" des Salzburger Roten Kreuzes, in dem es um einheitliche
Qualitätsstandards der Pistenrettungsdienste in den Alpenländern und
die Versorgungssicherheit geht.

Die Arge Alp umfasst die Regionen, Kantone und Länder Bayern,
Graubünden, Salzburg, St. Gallen, Südtirol, Tessin, Tirol, Trentino
und Vorarlberg. Als erste grenzüberschreitende Vereinigung von
Regionen ebnete die Arge Alp den Weg für ein neues Selbstbewusstsein
der Regionen in Europa. Seit ihrer Gründung 1972 setzen sich die
Mitglieder für eine nachhaltige Entwicklung ihrer alpinen Heimat ein.
Die unzähligen Folgen ökonomischer, umweltbezogener und
gesellschaftlicher Entwicklungen machen nicht an Staatsgrenzen Halt.
Daher will die Arge Alp gemeinsame Probleme und Anliegen,
insbesondere auf ökologischem, kulturellem, sozialem und
wirtschaftlichem Gebiet behandeln, das gegenseitige Verständnis der
Völker im Alpenraum fördern und das Bewusstsein der gemeinsamen
Verantwortung für den alpinen Lebensraum stärken.

Der Vorsitz wechselt jährlich zwischen den einzelnen
Mitgliedsländern. Das oberste Organ ist die Konferenz der
Regierungschefs. Ein Leitungsausschuss, bestehend aus leitenden
Beamten der verschiedenen Länder, sorgt für die Vorbereitung der
Konferenzen der Regierungschefs und für die Durchführung von deren
Beschlüssen. Für die eigentliche Umsetzung des Arbeitsprogramms
werden Projektgruppen mit Fachkräften aus den einzelnen
Mitgliedsländern eingesetzt.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0106 2011-06-28 10:54 281054 Jun 11 SBG0001 0470



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