- 28.06.2011, 10:46:24
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LR Anschober: Bescheid für Oberösterreichs erstes Pumpspeicherkraftwerk bereits bis Ende Sommer
Entscheidung über das erste von vier Pumpspeicherkraftwerken - Landesregierung hat Windmasterplan beschlossen
Linz (OTS) - Oberösterreichs Energiewende schreitet Schritt für
Schritt konsequent voran: Montag wurde von der Landesregierung der
Windmasterplan beschlossen, der bis Jahresende Positivzonen für die
Windkraftnutzung festlegen und in diesen Bereichen außer Streit
stellen soll. Energie-Landesrat Rudi Anschober: "Seit 2005 hat es
keinen Fortschritt bei der Nutzung der Windenergie gegeben, immer
wieder wurden konkrete Projekte verhindert und verzögert. Nach dem
erfolgreichen Vorbild des Masterplans Wasserkraft, bei dem die
Fließstrecken von den Fachexperten des Landes in Tabuzonen und
diskussionswürdige Stellen unterteilt wurden und im Oktober als
erstes Umsetzungsprojekt aus diesem Masterplan das Wasserkraft Stadl
Paura an der Traun gestartet werden soll, werden nun auch
Positivzonen für die Nutzung von Windenergie gesucht, die einerseits
wirtschaftlich interessant sind und dazu von den Fachexperten des
Landes aus den Bereichen Naturschutz, Raumordnung und
Umweltanwaltschaft als sinnvolle Option für ein Behördenverfahren
gesehen werden.
Ein weiterer Schritt zur Energiezukunft wird seit gestern in Molln
verhandelt, wo Oberösterreichs erstes Pumpspeicherkraftwerk errichtet
werden soll. LR Anschober: "Das Rekordtempo des Verfahrens zeigt
tolle Arbeit der Behörden, nach dem ersten Verhandlungstag und
abgeschlossenem Parteiengehör ist klar, dass es bis Ende des Sommers
eine Entscheidung durch einen Bescheid geben wird."
Am 27. Jänner war das Kraftwerk als Vorprojekt eingereicht worden und
bis zur Gesamteinreichung als fertiges Projekt bis 3. Mai präzisiert
und verbessert worden. LR Anschober: "Bei der Verhandlung standen vor
allem Fragen des Quellenschutzes, der Erdbebensicherheit und der
Auswirkung auf andere Wasserkraftwerke im Mittelpunkt. Sie konnten
durch Gutachten klar beantwortet werden."
Das Projekt Molln ist das erste von vier möglichen
Pumpspeicherkraftwerken in OÖ und das einzige, das laut UVP-Gesetz
ohne Umweltverträglichkeitsprüfung, sondern durch Materienverfahren
geprüft wird. Die weiteren Projekte sind eines der Energie-AG im
Bereich Ebensee, ein Projekt am Pfenningberg bei Linz und das Projekt
des Verbundkonzerns Riedl bei Jochenstein, das bereits auf bayrischem
Gebiet liegt, aber wesentliche Auswirkungen in Oberösterreich hat.
Dieses Projekt wurde in den vergangenen Monaten optimiert.
Die geplanten Projektdaten:
Jochenstein/Donau 300 MW
Ebensee/Traunsee 150 MW
Molln/Kalkbergwerk 300 MW
Pfenningberg/Donau 300 MW
Rückfragehinweis:
Büro Landesrat Rudi Anschober, Mag. Rudi LEO, Pressesprecher, Tel: +436648299969, mailto:[email protected], Promenade 37, 4020 Linz, www.anschober.at
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